Heinrich Böll Als Schriftsteller war Heinrich Böll über Jahrzehnte Chronist des Aufbaus und der Aushandlung demokratischer Strukturen in der Bundesrepublik. Über die Frage von Konfession und Säkularisierung, Studentenproteste und Terrorismusbekämpfung bis hin zur Friedensbewegung und zu den Grünen bezog er immer wieder literarisch, publizistisch und in Reden Stellung. Für sein literarisches Schaffen wurde ihm zudem 1972 der Literaturnobelpreis verliehen. Georg Büchner Georg Büchner gilt bis heute als einer der wirkmächtigsten politischen Schriftsteller des Vormärz. Trotz oder gerade wegen seines frühen Todes erreichten seine Schriften "Der hessische Landbote", aber auch "Dantons Tod" und "Woyzeck" deutschlandweit enormen Absatz. Emma und Georg Herwegh Georg Herwegh gehörte zu den bedeutendsten Literaten des Vormärz, mit seiner Ehefrau Emma kämpfte er zudem auf Seiten der Radikaldemokraten während der badischen Revolution 1848. Ihre gemeinsame Biographie zeigt die Zerrissenheit der frühen demokratischen Opposition zwischen Exil und Heimat, ebenso wie die Schwierigkeit einer konkreten Umsetzung revolutionärer Forderungen. Hellmut von Gerlach Seine Autobiographie sagte es am treffendsten: „Von rechts nach links“ bewegte sich der Publizist und Politiker Hellmut von Gerlach und damit von einem Nationalkonservativen zu einem Radikaldemokraten. Als Herausgeber der "Weltbühne" und früher Gegner der Nationalsozialisten war er Fürsprecher eines 'anderen' Deutschlands, das für Frieden, Völkerverständigung und Menschenrechte, aber auch eine wehrhafte Demokratie eintrat. Carl von Ossietzky Der Schriftsteller und spätere Friedensnobelpreisträger Carl von Ossietzky galt als einer der profiliertesten Kommentatoren der Weimarer Republik. In seinen Artikeln in der "Weltbühne" kritisierte Ossietzky immer wieder die etablierten Parteien und drängte auf eine weitreichenderes Bekenntnis zu Demokratie und Republik, gerade auch gegen den erstarkenden Nationalsozialismus. Karl von Rotteck Als bürgerlicher Liberaler steht der Jurist Karl von Rotteck stellvertretend für die vielen Verfassungsmacher des Vormärz. Im Parlament wie in politischen Schriften stritt er für die Anerkennung von Bürgerrechten und die nationale Einheit. Leopold Sonnemann Der jüdische Publizist und Unternehmer Leopold Sonnemann schuf mit der "Frankfurter Zeitung" eine der ersten unabhängigen deutschen Wochenzeitungen. In seinem publizistischen und politischen Engagement zeigte sich immer wieder das Bekenntnis zur Meinungs- und Pressefreiheit sowie zu liberalen Werten.
Heinrich Böll
Als Schriftsteller war Heinrich Böll über Jahrzehnte Chronist des Aufbaus und der Aushandlung demokratischer Strukturen in der Bundesrepublik. Über die Frage von Konfession und Säkularisierung, Studentenproteste und Terrorismusbekämpfung bis hin zur Friedensbewegung und zu den Grünen bezog er immer wieder literarisch, publizistisch und in Reden Stellung. Für sein literarisches Schaffen wurde ihm zudem 1972 der Literaturnobelpreis verliehen.
Georg Büchner
Georg Büchner gilt bis heute als einer der wirkmächtigsten politischen Schriftsteller des Vormärz. Trotz oder gerade wegen seines frühen Todes erreichten seine Schriften "Der hessische Landbote", aber auch "Dantons Tod" und "Woyzeck" deutschlandweit enormen Absatz.
Emma und Georg Herwegh
Georg Herwegh gehörte zu den bedeutendsten Literaten des Vormärz, mit seiner Ehefrau Emma kämpfte er zudem auf Seiten der Radikaldemokraten während der badischen Revolution 1848. Ihre gemeinsame Biographie zeigt die Zerrissenheit der frühen demokratischen Opposition zwischen Exil und Heimat, ebenso wie die Schwierigkeit einer konkreten Umsetzung revolutionärer Forderungen.
Hellmut von Gerlach
Seine Autobiographie sagte es am treffendsten: „Von rechts nach links“ bewegte sich der Publizist und Politiker Hellmut von Gerlach und damit von einem Nationalkonservativen zu einem Radikaldemokraten. Als Herausgeber der "Weltbühne" und früher Gegner der Nationalsozialisten war er Fürsprecher eines 'anderen' Deutschlands, das für Frieden, Völkerverständigung und Menschenrechte, aber auch eine wehrhafte Demokratie eintrat.
Carl von Ossietzky
Der Schriftsteller und spätere Friedensnobelpreisträger Carl von Ossietzky galt als einer der profiliertesten Kommentatoren der Weimarer Republik. In seinen Artikeln in der "Weltbühne" kritisierte Ossietzky immer wieder die etablierten Parteien und drängte auf eine weitreichenderes Bekenntnis zu Demokratie und Republik, gerade auch gegen den erstarkenden Nationalsozialismus.
Karl von Rotteck
Als bürgerlicher Liberaler steht der Jurist Karl von Rotteck stellvertretend für die vielen Verfassungsmacher des Vormärz. Im Parlament wie in politischen Schriften stritt er für die Anerkennung von Bürgerrechten und die nationale Einheit.
Leopold Sonnemann
Der jüdische Publizist und Unternehmer Leopold Sonnemann schuf mit der "Frankfurter Zeitung" eine der ersten unabhängigen deutschen Wochenzeitungen. In seinem publizistischen und politischen Engagement zeigte sich immer wieder das Bekenntnis zur Meinungs- und Pressefreiheit sowie zu liberalen Werten.