{"id":3235,"date":"2020-12-18T17:34:03","date_gmt":"2020-12-18T16:34:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.demokratie-geschichte.de\/index.php\/?p=3235"},"modified":"2020-12-19T22:40:03","modified_gmt":"2020-12-19T21:40:03","slug":"bundeswehr-und-kaiserheer-monarchistische-traditionen-fuer-demokratische-streitkraefte","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/dg-dev.agentur-doppelstern.de\/httpdocs\/index.php\/3235\/bundeswehr-und-kaiserheer-monarchistische-traditionen-fuer-demokratische-streitkraefte\/","title":{"rendered":"Bundeswehr und Kaiserheer &#8211; Monarchistische Traditionen f\u00fcr demokratische Streitkr\u00e4fte?"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Florian J. Schreiner<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDeutschlands Geschichte ist Soldatengeschich\u00adte\u201c, stellte Chefredakteur Frank Werner im Sonderheft der ZEIT \u201eDie Deutschen und ihre Soldaten\u201c wie selbstverst\u00e4ndlich fest. Auf dem Titelblatt prangt das Eiserne Kreuz, die vom preu\u00dfischen Monarchen jeweils 1813, 1870 und 1914 gestiftete milit\u00e4rische Tapferkeitsauszeichnung im Kampf f\u00fcr \u201eKaiser, Gott und Vaterland\u201c. Heute ist es das zentrale Identifikationsmerkmal der Parlamentsarmee Bundeswehr der demokratischen Bundesrepublik Deutschland.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"140\" src=\"https:\/\/www.demokratie-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Wie-glatt-ist-der-Bruch-mit-derresize.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3236\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Mit Tagesbefehl vom 28. M\u00e4rz 2018 hat die damalige Bundesministerin der Verteidigung, Ursula von der Leyen, die \u201eRichtlinien zum Traditionsverst\u00e4ndnis und zur Traditionspflege in der Bundeswehr\u201c, den sogenannten \u201eTraditionserlass\u201c in Kraft gesetzt. Dies geschah im Rahmen eines feierlichen Appells anl\u00e4sslich der Umbenennung der \u201eEmmich-Cambrai-Kaserne\u201c in Hannover, die seither \u201eHauptfeldwebel-La\u00adgen\u00adstein-Kaserne\u201c hei\u00dft. Die Umbenennung der Kaserne ist symboltr\u00e4chtig, auch f\u00fcr die Implementierung des Erlasses, mit dem die Bundeswehrf\u00fchrung nun in der dritten Auflage \u2013 nach 1965 und 1982 \u2013 die Deutungshoheit \u00fcber das eigene Geschichtsverst\u00e4ndnis zu implementieren versucht. Mit der Ehrung eines in Afghanistan gefallenen Bundeswehrsoldaten r\u00fcckt die eigene Geschichte in den Mittelpunkt \u2013 der kaiserliche General der Infanterie Otto von Emmich musste weichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Vielsagend hei\u00dft es im Kapitel \u201eHistorische Grundlagen\u201c des Erlasses:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie deutsche (Milit\u00e4r-) Geschichte ist gepr\u00e4gt von Br\u00fcchen und Z\u00e4suren. Wegen des folgenschweren Missbrauchs milit\u00e4rischer Macht, insbesondere w\u00e4hrend der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, gibt es keine geradlinige deutsche Milit\u00e4rtradition.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Dementsprechend schlie\u00dfe die Traditionspflege der Bundeswehr \u201ejene Teile aus, die unvereinbar mit den Werten unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung sind.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Zweifellos hat Deutschland \u2013 besonders im Vergleich mit den wesentlichen Bezugspunkten Gro\u00dfbritannien, Frankreich und den USA \u2013 eine gebrochene Milit\u00e4rtradition. Doch wie glatt ist der Bruch mit der Vergangenheit, den das Deutsche Milit\u00e4r vollzogen hat? Gab es wirklich einen vollst\u00e4ndigen milit\u00e4rischen und erinnerungskulturellen \u201eNeubeginn\u201c der Deutschen Streitkr\u00e4fte, als die Bundeswehr 1955 bzw. die Nationale Volksarmee der Deutschen Demokratischen Republik 1956 aufgestellt wurde?<\/p>\n\n\n\n<p>Exemplarisch stehen die eingangs genannten Beispiele f\u00fcr die vielf\u00e4ltigen Wechselwirkungen und Kontinuit\u00e4ten aber auch Br\u00fcche im Deutschen Milit\u00e4r und dessen (Erinnerungs-) Kultur, die durch Tradierung von Symbolen, Br\u00e4uchen und Institutionen aus dem Zeitalter der Monarchien in Deutschland auch in der Demokratie noch fortbestehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Insbesondere im Hinblick auf den sprichw\u00f6rtlich gewordenen \u201epreu\u00dfischen Militarismus\u201c ist die Erinnerung und Tradierung von Werten und Normen der Armee(n) des Kaiserreichs, deren milit\u00e4rischer Kulminationspunkt in der \u201eUrkatastrophe des zwanzigsten Jahrhunderts\u201c lag, ein heikles und politisch nicht selten gro\u00dfz\u00fcgig umschifftes Feld bundesdeutscher Traditionspflege. Es lohnt sich daher, dieses Spannungsfeld n\u00e4her zu beleuchten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Milit\u00e4r des Kaiserreichs \u2013 Ein \u201eKaiserheer\u201c?<\/h3>\n\n\n\n<p>Die offizielle Bezeichnung der Landstreitkr\u00e4fte des Deutschen Reiches von 1871 bis 1918 war das \u201eDeutsche Heer\u201c. Zu Friedenszeiten geh\u00f6rte diesem die Preu\u00dfische, S\u00e4chsische und W\u00fcrttembergische Armee an, die sich aus den 23 dazugeh\u00f6rigen Milit\u00e4rkontingenten der angegliederten Herzog- und F\u00fcrstent\u00fcmer sowie Kleinterritorien des Deutschen Reiches durch Milit\u00e4rkonventionen zusammensetzten. Oberbefehlshaber des Deutschen Heeres war der Kaiser des Deutschen Reiches.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Heer und die Marine waren, abgesehen von der Bewilligung der n\u00f6tigen Finanzmittel, nach der Verfassung weitgehend der Verf\u00fcgungsgewalt des preu\u00dfischen K\u00f6nigs beziehungsweise des Kaisers unterstellt. Das Milit\u00e4r blieb daher bis zuletzt eine der zentralen St\u00fctzen der Monarchie. Unterhalb des \u201eObersten Kriegsherrn\u201c \u2013 wie sich insbesondere der dritte Deutsche Kaiser Wilhelm II. gern offiziell bezeichnen lie\u00df \u2013 existierten mit dem Milit\u00e4rkabinett, dem preu\u00dfischen Kriegsministerium und dem Generalstab drei Institutionen, die zeitweise untereinander um Kompetenzen stritten. Die umfassende Kommandogewalt des Kaisers wurde au\u00dferdem dadurch unterstrichen, dass ihm die etwa 50 h\u00f6chsten Kommandostellen ohne Zwischenebene direkt unterstellt waren.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00f6chste F\u00fchrungs-, Ausbildungs- und Verwaltungsebene waren die sogenannten Armee-Korps, die jeweils etwa 35.000 Soldaten umfassten. Bis 1890 bestellte das Deutsche Heer formal 18 Armeekorps, davon 14 preu\u00dfische, zwei bayerische, ein s\u00e4chsisches und ein w\u00fcrttembergisches, ehe die Zahl auf insgesamt 25 Armeekorps erh\u00f6ht wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>In Kriegszeiten gliederte das Deutsche Heer zudem die Armeekorps des K\u00f6nigreichs Bayern ein. Der Oberbefehl \u00fcber das Heer ging dann vom bayerischen K\u00f6nig auf den Deutschen Kaiser \u00fcber.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Milit\u00e4r und Gesellschaft im Kaiserreich<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Milit\u00e4r gewann w\u00e4hrend des Kaiserreichs eine sehr starke, gesellschaftlich pr\u00e4gende Bedeutung. Dies war nicht immer so. Zwischen 1848 und den 1860er Jahren hatte die Gesellschaft das Milit\u00e4r auch aufgrund dessen repressiver Rolle w\u00e4hrend der gescheiterten Revolution von 1848 eher mit Misstrauen betrachtet.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"176\" src=\"https:\/\/www.demokratie-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Im-Umgang-des-Deutschen-Militaers-mitresize.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3237\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Dies \u00e4nderte sich nach den f\u00fcr die nationale Einigung wegweisenden milit\u00e4rischen Siegen von 1864 bis 1871 fundamental. Das Milit\u00e4r wurde zu einem zentralen Element des entstehenden \u201eReichspatriotismus\u201c. Kritik am Milit\u00e4r galt als unpatriotisch. Das Offizierskorps wurde in weiten Teilen der Bev\u00f6lkerung zum \u201eErsten Stand im Staate.\u201c Dessen Weltbild war gepr\u00e4gt von der Treue zur Monarchie und der Verteidigung der Nation, es war konservativ, meist antisozialistisch und im Wesentlichen antiparlamentarisch gepr\u00e4gt. Der milit\u00e4rische Verhaltens- und Ehrenkodex reichte weit in die Gesellschaft hinein. Auch f\u00fcr viele wohlhabende B\u00fcrger wurde der Status eines Reserveoffiziers zu einem erstrebenswerten Ziel.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch unterst\u00fctzten die politischen Parteien eine Vergr\u00f6\u00dferung der Armee nicht unbegrenzt. So erreichte das Milit\u00e4r erst 1890 mit einer Friedenspr\u00e4senzst\u00e4rke von fast 490.000 Mann seine von der Verfassung vorgegebene St\u00e4rke von einem Prozent der Bev\u00f6lkerung. Von Bedeutung war das Milit\u00e4r zweifellos auch f\u00fcr die innere Nationsbildung. Der gemeinsame Dienst f\u00f6rderte die Integration der katholischen Bev\u00f6lkerung in das protestantisch dominierte Reich. Selbst die Arbeiterschaft blieb gegen\u00fcber der Ausstrahlung des Milit\u00e4rs nicht immun.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei kam dem mindestens zwei Jahre (bei der Kavallerie drei Jahre) dauernden Wehrdienst als sogenannter \u201eSchule der Nation\u201c eine pr\u00e4gende Rolle zu. Wegen des \u00dcberangebots an Wehrpflichtigen leistete allerdings durchschnittlich nur gut die H\u00e4lfte eines Jahrgangs aktiven Milit\u00e4rdienst. Wehrpflichtige mit h\u00f6herer Schulbildung \u2013 fast ausschlie\u00dflich Angeh\u00f6rige der Mittel- und Oberschicht \u2013 hatten das Privileg, als Einj\u00e4hrig-Freiwillige verk\u00fcrzten Milit\u00e4rdienst zu leisten und unterliefen damit ebenfalls den formalen Gleichheitsgrundsatz.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie sehr die Affinit\u00e4t zum Milit\u00e4r auch nachhaltig pr\u00e4gend f\u00fcr die Gesellschaft des Kaiserreiches war, zeigen die \u00fcber 30.000 Kriegervereine, deren Dach\u00adver\u00adband \u201eKyffh\u00e4userbund\u201c etwa drei Millionen Mit\u00adglie\u00adder vereinigte und damit zu den gr\u00f6\u00dften Interessensvertretungen des gesamten Reiches geh\u00f6rte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Bundeswehr zwischen institutionellen Br\u00fcchen und traditionellen Kontinuit\u00e4ten?<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Bundesrepublik Deutschland ist dagegen eine \u201epostheroische Gesellschaft\u201c (Herfried M\u00fcnkler) geworden, in der \u201eMilit\u00e4r\u201c und \u201edas Milit\u00e4rische\u201c nur noch eine untergeordnete Rolle spielen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch weil das Deutsche Milit\u00e4r nicht mehr nur zur Landesverteidigung konzipiert ist, sondern nahezu immer im Rahmen von Systemen kollektiver Sicherheit wie der NATO, UN oder EU agiert, hat sich nicht nur das Aufgabenfeld, sondern auch das Selbstverst\u00e4ndnis und die gesellschaftliche Wahrnehmung des Milit\u00e4rs in Deutschland stark gewandelt. Nicht zuletzt hat das Aussetzen der Wehrpflicht die Pr\u00e4senz der Streitkr\u00e4fte f\u00fcr den gesellschaftlichen Alltag in Deutschland noch einmal reduziert.<\/p>\n\n\n\n<p>Institutionelle Br\u00fcche in der milit\u00e4rischen Spitzengliederung vom Kaiserreich zur Bundesrepublik sind dabei ebensowenig von der Hand zu weisen: Der Oberbefehl \u00fcber die Streitkr\u00e4fte \u2013 die Kommandogewalt \u2013 liegt nunmehr gem\u00e4\u00df Artikel 65a GG regelm\u00e4\u00dfig bei der Bundesministerin der Verteidigung \u2013 im Vertei\u00addi\u00adgungs\u00adfall laut Artikel 115b bei der Bundeskanzlerin. Die politisch-strategische F\u00fchrung der Streitkr\u00e4fte liegt somit vollumf\u00e4nglich in ziviler Hand. Als rangh\u00f6chster Soldat der Bundeswehr und truppendienstlicher Vorgesetzter aller Soldatinnen (auch dies ist selbstverst\u00e4ndlich eine Neuerung des 21. Jahrhunderts) und Soldaten untersteht der Ministerin der Generalinspekteur der Bundeswehr. Er ist f\u00fcr die Umsetzung der politisch vorgegebenen Ma\u00dfnahmen in der Truppe verantwortlich, hat jedoch keinerlei Verf\u00fcgungsgewalt \u00fcber den Einsatz milit\u00e4rischer Mittel.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die \u201eZersplitterung\u201c der Streitkr\u00e4fte in unterschiedliche Bundeskontingente wurde vollst\u00e4ndig aufgehoben \u2013 dem Bund unterstehen Streitkr\u00e4fte, auf die die Bundesl\u00e4nder keinerlei Zugriff haben. Die Spit\u00adzen\u00adgliederung des Deutschen Milit\u00e4rs unterlag zweifelsohne den gr\u00f6\u00dften Umbr\u00fcchen und ist wesentlicher Ausfluss der Lehren aus der verh\u00e4ngnisvollen deutschen Milit\u00e4rgeschichte des fr\u00fchen 20. Jahrhunderts.<\/p>\n\n\n\n<p>Anders stellt es sich in der Organisationskultur dar. Denn so klar die Z\u00e4suren in der milit\u00e4rischen und politischen F\u00fchrung der Streitkr\u00e4fte nachweisbar sind, so deutlich sind auch Kontinuit\u00e4ten und Transformationsprozesse in der Milit\u00e4rtradition auszumachen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits im ersten Traditionserlass der Bundeswehr aus dem Jahr 1965 (unter Verteidigungsminister Kai-Uwe von Hassel, CDU) hei\u00dft es mit Bezug auf das preu\u00dfische Milit\u00e4r: \u201eNach deutscher milit\u00e4rischer Tradition beruhen Leistung und W\u00fcrde des Soldaten in besonderem Ma\u00dfe auf seiner Freiheit im Gehorsam. [\u2026] An diese Freiheit im Gehorsam gilt es anzukn\u00fcpfen.\u201c In die gleiche Richtung zielt auch die neueste Aktualisierung aus dem Jahr 2018, indem sie die Geschichte deutscher Streitkr\u00e4fte bis zum 20. Jahrhundert als \u201eQuelle erinnerungs- und damit bewahrungsw\u00fcrdiger Vorbilder und Geschehnisse\u201c begreift.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf Grundlage dieser Weisungen, an denen sich die Traditionspflege und die historische Bildung innerhalb der Bundeswehr ausrichtet, ist es nicht verwunderlich, dass sich auch heute noch Traditions\u00adele\u00admen\u00adte finden lassen, deren geschichtliche Urspr\u00fcnge im Deutschen Kaiserreich liegen, oder explizit auf deren Akteure verweisen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die auch in der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung prominentesten Elemente der Tradition in der Bundeswehr, sind Kasernennamen. Gegenw\u00e4rtig verweisen zahlreiche Liegenschaften der Bundeswehr sowohl auf Milit\u00e4rs des Kai\u00adser\u00adreiches (darunter die Generale \u201eHindenburg\u201c, \u201eMackensen\u201c, \u201eFalckenstein\u201c, \u201eHaeseler\u201c, \u201eDeines\u201c und \u201eBruchm\u00fcller\u201c) als auch auf konkrete Schlachten und milit\u00e4risch erfolgreiche Operationen aus der Zeit des Ersten Weltkrieges (\u201eDouaumont\u201c, \u201eL\u00fcttich\u201c). Gleiches gilt f\u00fcr Traditionsnamen, die nach wie vor in verschiedenen Verb\u00e4nden der Bundeswehr offiziell in Gebrauch sind \u2013 hier seien zum Beispiel die drei Taktischen Luftwaffengeschwader \u201eImmelmann\u201c, \u201eBoelcke\u201c und \u201eRichthofen\u201c genannt, deren Namensgeber allesamt Jagdpiloten des Ersten Weltkriegs waren \u2013 und damit auch entsprechende Traditionslinien begr\u00fcnden.<\/p>\n\n\n\n<p>Insbesondere in der Au\u00dfenwirkung l\u00e4sst sich jedoch seit Gr\u00fcndung der Bundeswehr ein kontinuierlicher R\u00fcckgang dieser konkreten Bez\u00fcge zum Milit\u00e4r des Kaiserreiches feststellen, wie nicht zuletzt die eingangs erw\u00e4hnte Umbenennung der ehemaligen \u201eEmmich-Cambrai-Kaserne\u201c in Hannover in \u201eHauptfeldwebel-Lagenstein-Kaserne\u201c unterstreicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Innerorganisatorisch bewahrt die Bundeswehr jedoch auch weiterhin zahlreiche Bez\u00fcge zum Kaiserreich. So hat beispielsweise die feldgraue Uniform, die das Heer als mit Abstand gr\u00f6\u00dfte Teilstreitkraft der Bundeswehr nach wie vor tr\u00e4gt, seine Urspr\u00fcnge im Deutschen Kaiserreich, wo sie ab 1907 fl\u00e4chendeckend eingef\u00fchrt wurde. Der Bedeutungswandel des Eisernen Kreuzes, das heute bundesweit bekannteste offizielle Erkennungssymbol der Bundeswehr, wurde in dieser Hinsicht bereits hervorgehoben.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein ebenfalls beachtlicher Aspekt der Traditionspflege betrifft die m\u00fcndliche Tradierung: So sangen viele Rekrutinnen und Rekruten bis in die 2000er Jahre in der Grundausbildung beispielsweise das von Walter Flex in einem Sch\u00fctzengraben des Ersten Weltkrieges komponierte Lied \u201eWildg\u00e4nse rauschen durch die Nacht\u201c. Bei dem vertr\u00e4umten Blick auf einen Schwarm vorbeifliegender Wildg\u00e4nse erdichtete Flex dort: \u201eWir sind wie ihr ein graues Heer und fahr\u2019n in Kaisers Namen, und fahr\u2019n wir ohne Wiederkehr, singt uns im Herbst ein Amen.\u201c Auch im Hinblick auf das Liedgut wurde jedoch 2017 eine grundlegende \u00dcberarbeitung des entsprechenden Liederbuches \u201eKameraden singt!\u201c angewiesen, welche die in der Truppe verbreiteten Ges\u00e4nge kritisch neu betrachten soll.<\/p>\n\n\n\n<p>Die zweifelsohne deutlichste Kontinuit\u00e4tslinie f\u00fcr die F\u00fchrungskultur und die Funktionslogik Deutscher Streitkr\u00e4fte ist jedoch ein vom Chef des Gro\u00dfen Generalstabs Helmuth von Moltke ausformuliertes F\u00fchrungsprinzip, das noch heute unver\u00e4ndert Bestand hat: Das seit 1888 in Dienstvorschriften des Deutschen Heeres verankerte, sogenannte \u201eF\u00fchren mit Auftrag\u201c, in der Bundeswehr unter dem seit 1906 gebr\u00e4uchlichen Begriff \u201eAuftragstaktik\u201c bekannt. Dieses auf Eigenverantwortung der milit\u00e4rischen Vorgesetzten basierende Prinzip wurde in die \u201eInnere F\u00fchrung\u201c genannte F\u00fchrungskonzeption der Bundeswehr \u00fcberf\u00fchrt und stellt das zentrale Bezugsdokument des Dienstes in den Streitkr\u00e4ften der Bundesrepublik Deutschland dar.<\/p>\n\n\n\n<p>Sowohl mit Bezug auf die Organisationsstruktur als auch auf die Organisationskultur gibt es im Umgang des Deutschen Milit\u00e4rs mit dem Kaiserreich also eine Koexistenz von drei zentralen Merkmalen: Kontinuit\u00e4t, Z\u00e4sur und Transformation, die einem stetigen Aushandlungsprozess im Spannungsfeld von Politik, Milit\u00e4r und Gesellschaft unterliegen.<strong><br><\/strong><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Literatur:<\/h4>\n\n\n\n<p>Abenheim, Donald, Reforging the Iron Cross. The search for tradition in the West German armed forces, Princeton 1989<\/p>\n\n\n\n<p>Abenheim, Donald\/Hartmann, Uwe (Hg.), Tradition in der Bundeswehr. Zum Erbe des deutschen Soldaten und zur Umsetzung des neuen Traditionserlasses, Berlin 2018<\/p>\n\n\n\n<p>if. Zeitschrift f\u00fcr Innere F\u00fchrung (2\/2018): Tradition. Woher wir kommen, wohin wir gehen, wer wir sind. Berlin 2018<\/p>\n\n\n\n<p>Neugebauer, Karl-Volker, Des Kaisers \u201eschimmernde Wehr\u201c. Milit\u00e4rgeschichte des Deutschen Kaiserreichs 1871 bis 1914, in: Ders. (Hg.), Grundkurs deutsche Milit\u00e4rgeschichte. Die Zeit bis 1914 \u2013 Vom Kriegshaufen zum Massenheer, Band 1, 2. Aufl.,<br>M\u00fcnchen 2009, 378\u2013486<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Florian J. Schreiner \u201eDeutschlands Geschichte ist Soldatengeschich\u00adte\u201c, stellte Chefredakteur Frank Werner im Sonderheft der ZEIT \u201eDie Deutschen und ihre Soldaten\u201c wie selbstverst\u00e4ndlich fest. 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