{"id":3231,"date":"2020-12-18T17:34:16","date_gmt":"2020-12-18T16:34:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.demokratie-geschichte.de\/index.php\/?p=3231"},"modified":"2020-12-19T22:40:03","modified_gmt":"2020-12-19T21:40:03","slug":"das-deutsche-kolonialreich-nach-1918-trauma-glorifizierung-vergessen-und-spaetes-erinnern","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/dg-dev.agentur-doppelstern.de\/httpdocs\/index.php\/3231\/das-deutsche-kolonialreich-nach-1918-trauma-glorifizierung-vergessen-und-spaetes-erinnern\/","title":{"rendered":"Das deutsche Kolonialreich nach 1918: Trauma, Glorifizierung, Vergessen und sp\u00e4tes Erinnern"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Ulf Morgenstern<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wer von Deutschland im 19. und fr\u00fchen 20. Jahrhundert spricht, darf \u00fcber die Kolonialgeschichte nicht schweigen. So kann eine Erkennt\u00adnis lauten, zu der man seit einigen Jahren nach dem Blick in die Feuilletons und in einen wachsenden Teil der historischen Fachliteratur kommen kann. Was ist daran neu?<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"158\" src=\"https:\/\/www.demokratie-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Im-Verhaeltnis-zu-den-anderenresize.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3232\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Lange Zeit geh\u00f6rte das globale Wirtschaften von deutschen Unternehmern und die diesen Verflechtungen folgende \u00fcberseeische Expansion des Kaiser\u00adreichs nur als Fu\u00dfnote zu den um den ersten deut\u00adschen Nationalstaat gestrickten Narrativen. In unterschiedlicher Gewichtung dominierten dabei vielmehr die Schlagworte von nationaler Einigung, beginnender Parlamentarisierung, Rechts- und\/oder Obrigkeitsstaat, wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Dynamik, Klassengesellschaft und Minderheitenunterdr\u00fcckung, F\u00f6deralismus und Mobilit\u00e4t, Emanzipation und Reformp\u00e4dagogik, Militarismus und Me\u00addien\u00admacht, Chauvinismus und j\u00e4hem Ende nach der Kriegsniederlage im November 1918.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu diesen um die innere Entwicklung Deutschlands kreisenden Themen kam im R\u00fcckblick auf die deutsche Au\u00dfen- sprich: europ\u00e4ische B\u00fcndnispolitik auch das mit Bernhard B\u00fclows Forderung nach einem \u201ePlatz an der Sonne\u201c und der Hunnenrede Wilhelms II. verbundene Feld des Hochimperialismus und einer aggressiven Weltpolitik.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Verh\u00e4ltnis zu den Kolonialreichen Gro\u00dfbritanniens und Frankreichs, aber auch denen der Niederlande und Belgiens oder den alten Imperien Spaniens oder Portugals wirkte der deutsche Drang nach Welt\u00adgel\u00adtung allerdings seltsam bem\u00fcht. Die zun\u00e4chst Schutzgebiete genannten Kolonien lagen \u00fcber den Globus verstreut, hatten eher \u00fcberschaubaren Umfang und waren von 1884 bis 1914\/18 auch nur w\u00e4hrend dreier Jahrzehnte im Besitz des Deutschen Reichs. Man konnte beim Gang durch das an Katastrophen reiche 20. Jahrhundert tats\u00e4chlich zu dem Eindruck kommen, als ob Bismarcks kategorische Antwort an einen um mehr Engagement im nordafrikanischen Grenzgebiet zwischen franz\u00f6sischen und britischen Einflusssph\u00e4ren bittenden Kolonialenthusiasten der Wahrheit entsprochen und danach Geltung behalten h\u00e4tte:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIhre Karte von Afrika ist ja sehr sch\u00f6n, aber meine Karte von Afrika liegt in Europa. Hier liegt Ru\u00dfland, und hier \u2013 nach links deutend \u2013 liegt Frankreich, und wir sind in der Mitte, das ist meine Karte von Afrika.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Deutung der im Wesentlichen auf die Jahre 1884\/85 begrenzten, aktiven Bismarckschen Kolonialpolitik setzte sich aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden in der kollektiven Erinnerung der Deutschen durch. Aber sie stimmte im Grunde weder an jenem frostkalten 5. Dezember 1888, als Bismarck sie in Betonung der Bedeutung der europ\u00e4ischen Diplomatie gegen\u00fcber dem weltreisenden Journalisten Eugen Wolf bei einer Kutschfahrt im norddeutschen Schnee formulierte, noch in den Jahren nach seiner Regierungszeit. Bereits als Gastgeber der Berliner Afrika-Konferenz hatte Bismarck 1884\/85 nicht unerheblichen Einfluss auf die Verteilung von Interessensph\u00e4ren der Kolonialm\u00e4chte genommen, und auch in seinen verbleibenden Regierungsjahren blieb er dauer\u00adhaft mit kolonialpolitischen Themen befasst, die sich vielfach nicht mehr von der europ\u00e4ischen Au\u00dfenpolitik klassischen Stils trennen lie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das galt noch mehr f\u00fcr die Nachfolger Bismarcks \u2013 zu denken ist etwa an den m\u00fchelos die Kontinente \u00fcberwindenden \u201eTausch\u201c Sansibars gegen Helgoland im Juli 1890. Neben \u00fcberseeischen Gebietserweiterungen, blutigen Kolonialkriegen mit Verbrechen gegen die Zivilbev\u00f6lkerung und einer aberwitzigen Verl\u00e4ngerung der Kampfhandlungen des Ersten Weltkriegs von Europa nach Ostafrika war das Deutsche Reich in fast jede Facette des gemeinsamen kolonialen Projekts des Westens verstrickt (wobei der \u00e4ltere Binnenkolonialismus des Osmanischen Reiches sowie der j\u00fcngere in den Vereinigten Staaten von Amerika und auch der des Zarenreichs nicht vergessen werden sollte). Allerdings war das Kaiserreich formell ein Latecomer. Die lautstarke Kolonialpropaganda von Lobbyverb\u00e4nden schaffte es nicht, die gew\u00fcnschten Siedlerstr\u00f6me nach Deutsch-Ostafrika, Togo, Kamerun, Deutsch-S\u00fcdwestafrika oder an die asiatischen Spots zu locken \u2013 die Auswanderung kannte fast nur die Richtung \u00fcber den Atlantik in die USA oder in die Nationalstaaten S\u00fcdamerikas. Das lag auch daran, dass das Reich trotz stetig wachsender Kosten noch immer weniger in koloniale Infrastruktur investierte, als mancher Enthusiast es sich ertr\u00e4umte. Die deutschen Kolonien blieben als Projektionsfl\u00e4chen der imperialistisch gestimmten Metropolen daher vor allem \u201ePhantasiereiche\u201c (Birthe Kundrus), allein das kleine Togo war am Ende kein Zuschussgesch\u00e4ft mehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch sollte die tats\u00e4chliche Bedeutung der deutschen Kolonien nicht untersch\u00e4tzt werden, die jeweiligen eingeborenen Bev\u00f6lkerungsschichten konnten im Alltag als B\u00fcrger zweiter Klasse oder als Objekt moderner Kriegsf\u00fchrung ein Lied davon singen. Die Deutschen hatten sich binnen weniger Jahre bereitwillig an der \u201eUnterwerfung der Welt\u201c (Wolfgang Reinhard) beteiligt, und sie hofften in den Friedensjahren des Kaiserreichs \u2013 bis auf wenige sozialdemokratische oder linksliberale Gegner \u2013 auf ein stetiges Wachstum bei Landesausbau, Zivilisationsmission und diesbez\u00fcglichem Prestige im Kreis der etablierten Imperialm\u00e4chte. Einige Unternehmer machten \u00fcber Jahrzehnte erkleckliche Gewinne, zu denken ist etwa an Hamburger und Bremer Reedereien oder an Baukonzerne, die Auftr\u00e4ge f\u00fcr H\u00e4fen, Stra\u00dfen und Eisenbahnen verbuchten.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"224\" src=\"https:\/\/www.demokratie-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Die-\u201ekoloniale-Amnesie-scheintresize.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3233\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Was noch wichtiger war als der Wunsch nach Prosperit\u00e4t der deutschen \u00dcberseeterritorien als Absatzm\u00e4rkte und Rohstofflieferanten war die chronologi\u00adsche und geografische \u00dcberschreitung dieses Rah\u00admens. Deutsche hatten nicht nur lange vor 1884 in \u00dcbersee gelebt und Waren und Rohstoffe von dort nach Europa, Amerika und Asien im- und von dort exportiert. Sie taten es auch nach der Abtretung der deutschen Kolonien im Versailler Vertrag. Geografisch waren den Ansiedlungsideen von deutschen Auswanderern und den Aktivit\u00e4ten deutscher Unternehmer, Missionare und Forschungsreisender kaum Grenzen gesetzt \u2013 ob in den Kolonien anderer M\u00e4chte oder in v\u00f6lkerrechtlich anerkannten Staaten, \u00fcberall finden sich deutsche Handelsniederlassungen und Siedlungen, gern \u201eColonien\u201c genannt. Diese kulturelle und sprachliche Vielfalt an der Frontier endete erst, als im Zuge des Ersten Weltkriegs in den Kolonialgebieten der Alliierten deutsche Ortsnamen verschwanden, Schulen geschlossen wurden und die deutschen Communities zur Assimilation oder erneuten Auswanderung gezwungen wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Man muss sich den vielf\u00e4ltigen Austausch und das globale Grundrauschen vorstellen, um zu verstehen, welchen Schock das Ende des Kolonialreichs ausl\u00f6ste, als die Siegerm\u00e4chte dem Deutschen Reich 1919 die Unf\u00e4higkeit als Kolonialmacht ins Stammbuch schrieben. Im Versailler Vertrag wurde zwar nur die Alleinschuld des Deutschen Reichs am Kriegsausbruch und das Abtreten seiner afrikanischen und asiatischen Kolonien festgeschrieben, aber auch die Feststellung des deutschen Scheiterns als Kolonialmacht fand \u00fcber die emp\u00f6rte politische Publizistik den Weg in die K\u00f6pfe \u2013 in denen sie sich als Legende von der Anma\u00dfung der Pariser und Londoner Kolonialherren festsetzte. Der Kolonialrevisionismus der Zwischenkriegszeit und die mythisierenden Redensarten von treuen Askaris, die auch noch in der Bundesrepublik im Umlauf waren, verfestigten dieses Zerrbild eines \u201esauberen\u201c deutschen Kolonialismus.<\/p>\n\n\n\n<p>Historiker mit Schwerpunkten in der Global-, Imperial-, Kolonial- und Genozidgeschichte beklagen l\u00e4ngst die unkritische Haltung ihrer Mitb\u00fcrgerinnen und Mitb\u00fcrger etwa bei der Namibia-Nostalgie im Reiseb\u00fcro oder dem Kitsch des Kolonialretrostils in M\u00f6belh\u00e4usern des mittleren Preissegments. Allerdings blieben diese Monita in Deutschland bislang auf den akademischen Elfenbeinturm beschr\u00e4nkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Wirkungseinschr\u00e4nkung wissenschaftlicher Erkenntnis in der \u00d6ffentlichkeit gilt auch f\u00fcr Forschungen \u00fcber den Kolonialismus der Zwischenkriegszeit. Inzwischen ist in einer Reihe von Studien nachgewiesen, dass nach dem Zerfall des Osmanischen Reiches und der damit einhergehenden nochmaligen Ausdehnung britischer und franz\u00f6sischer Einfluss- und Herrschaftsgebiete nicht nur der koloniale Machtanspruch des wei\u00dfen Europas erst zwischen den beiden Weltkriegen seinen H\u00f6hepunkt erreichte, sondern dass auch der diesbez\u00fcgliche Phantomschmerz bei den Deutschen erst in den Jahren der Weimarer Republik und des Dritten Reiches auf einen solchen zusteuerte. Der Kolonialrevisionismus entz\u00fcndete sich im rhetorischen Umfeld der \u201eKriegsschuldl\u00fcge\u201c und der \u201eDolchsto\u00dflegende\u201c besonders an den die Abtretung der deutschen Kolonien behandelnden Artikeln 118 bis 158 des Versailler Vertrags. Er verlor trotz steigender Mitgliederzahlen einschl\u00e4giger Vereine mit den Jahren jene Z\u00fcge ostentativer Zur\u00fcckweisung, die er in den fr\u00fchen 1920er Jahren gehabt hatte. Der Verlust war weniger akut als kurz nach dem verlorenen Krieg und wurde als Gegenstand einer breiten kolonialrevisionistischen Publizistik wie auch als Teil eines umfassenderen Revisionismus ins Allgemeine gekehrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Indirekt schwangen Motive \u00fcberseeischer Herrschaft und Siedlung auch in der NS-Propaganda weiterhin mit. Das Regime benutzte revisionistische Grundstimmungen und band sie etwa in Form des seit 1936 alle eigenst\u00e4ndigen Verb\u00e4nde zusammenf\u00fchrenden Reichskolonialbundes in die eigene Politik ein. Formelle Selbstst\u00e4ndigkeit erkaufte sich dieser Dachverband durch bedingungslose Unterordnung unter die Vorgaben der NS-Propaganda \u2013 und -politik. Als diese nach dem \u00dcberfall auf die Sowjetunion ganz andere Kolonialpl\u00e4ne umzusetzen begann, wurde der mehr als zwei Millionen Mitglieder z\u00e4hlende Reichskolonialbund im Februar 1943 sang- und klanglos aufgel\u00f6st.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich ein widerspr\u00fcchliches Bild. Einerseits wandte sich die Mehrheit der Deutschen mit zunehmendem Desinteresse von der Kolonialgeschichte ab, die in Form von Denkm\u00e4lern, Stra\u00dfennamen im \u00f6ffentlichen Raum gleichsam ein folkloristischer Bestandteil des Ehrregimes der Nation wurde. Einige \u201ealte Afrikaner\u201c be\u00adm\u00e4ch\u00adtigten sich hingegen erneut des Themas und griffen im Kontrast zu den Verbrechen des Dritten Reiches den Mythos von der vermeintlich sauberen deutschen Kolonialgeschichte wieder auf. Afrika-Veteranen genossen in diesen Kreisen hohes Ansehen und noch 1955 wurde ein in der NS-Zeit f\u00fcr das D\u00fcsseldorfer Rheinufer geplantes Denkmal zu Ehren Paul von Lettow-Vorbecks im \u00f6stlich von Hamburg gelegenen Aum\u00fchle eingeweiht \u2013 mit dem in Deutsch-Ostafrika geborenen schleswig-holsteini\u00adschen Ministerpr\u00e4sidenten Kai-Uwe von Hassel als Festredner.<\/p>\n\n\n\n<p>Danach wurde es nach und nach ruhiger um das Thema. Im Zentrum der kanonisierten Gewissheiten der deutschen Geschichte stehen seit den ausgehenden 1960er-Jahren die Verbrechen des \u201eDritten Reichs\u201c. Daran schlie\u00dft sich heute das Wissen um die z\u00f6gerliche Distanzierung sowie sp\u00e4te und m\u00fchsame Aufarbeitung an. Bis in die Gegenwart sind Nationalsozialismus und Holocaust ein st\u00e4ndiges Diskursthema. Historische Forschungen und Debatten haben nicht unma\u00dfgeblich zu einer Sensibilisierung in einem breiten \u00f6ffentlichen Bewusstsein beigetragen. Allerdings beklagen einige Historiker, dass eine zu ausschlie\u00dfliche Fokussierung auf \u201edie besagten 12 Jahre\u201c (Theodor Heuss) den Blick auf andere Epochen und Themen zu verstellen drohe, und zwar auf solche mit positiver Konnotation (deutsche Demokratiegeschichte seit 1848) wie solche mit negativer wie die seit 1990 intensiv erforschte SED-Diktatur.<\/p>\n\n\n\n<p>Daneben beansprucht seit den 2000er-Jahren die Globalgeschichte Deutschlands vor dem Ersten Weltkrieg einen zusehends gr\u00f6\u00dferen Raum. Das deutsche Kaiserreich und seine staatlichen Vorl\u00e4ufer wurden und werden von ihr, wenn auch nicht voraussetzungslos und wertfrei, anders als in den ideologisch aufgeladenen Sonderwegthesen als historisch eigenst\u00e4ndige Lemmata im W\u00f6rterbuch der deutschen Geschichte betrachtet und nicht mehr auf eine Vorgeschichte des \u201eDritten Reichs\u201c reduziert. Aber auch eine entwicklungsoffene Besch\u00e4ftigung mit der Zeit des Hochimperialismus kommt an dessen un\u00adstrit\u00adtigen Schattenseiten nicht vorbei. Dazu z\u00e4hlt neben den eklatant ungleichen wirtschaftlichen Hie\u00adrar\u00adchien zwischen Europa und dem globalen S\u00fcden auch der formelle Kolonialismus. Die Bundesbeauftragte f\u00fcr Kultur und Medien, Staatsministerin Monika Gr\u00fct\u00adters, stellte bei der Er\u00f6ffnung eines Symposiums im Deutschen Historischen Museum am 7. Juni 2018 indikativisch fest: \u201eViel zu lange war die Kolonialzeit ein blinder Fleck in der deutschen Erinnerungskultur.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Das \u00e4ndert sich gegenw\u00e4rtig erkennbar durch die aller Orten einziehende Provenienzforschung f\u00fcr koloniales Raubgut in Museen, die Einrichtung von Forschungsstellen f\u00fcr (post-)koloniale Geschichtsforschung und etwa den breiten Diskurs \u00fcber die Ausgestaltung des Berliner Humboldt-Forums. Unkommentierte Stra\u00dfennamen und Denkm\u00e4ler, die an Helden nach den Ma\u00dfst\u00e4ben der Epoche der wei\u00dfen \u00dcberlegenheit erinnern, emp\u00f6ren heute insbesondere Vertreter von zivilgesellschaftlichen Interessengruppen, etwa afrikanisch-st\u00e4mmige Deutsche. Dass aus diesem Diskursumfeld Forderungen erhoben werden, wonach Begriffe wie Afrikareisender, Entdecker und Missionar in Anf\u00fchrungsstriche gesetzt werden sollten, zeigt, welche Befindlichkeiten in den Einwanderungsgesellschaften und akademischen Milieus der Gro\u00dfst\u00e4dte abseits der deutschen Mehrheitswahrnehmung existieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die damit verbundenen Aufgeregtheiten sollten einer sachlichen, demokratisch verhandelten Auseinandersetzung weichen. Um bei einer medizinischen Metapher von J\u00fcrgen Zimmerer anzukn\u00fcpfen: Die \u201ekoloniale Amnesie\u201c scheint \u00fcberwunden. Die Erinnerungen kommen nicht nur wieder, die Bilder des ver\u00ad\u00addr\u00e4ngten Vergangenen finden sogar Eingang in den Erinnerungshaushalt einer grundlegend gewandelten Gesellschaft. Man sollte freilich aufpassen, dass aus dem gelegentlich erh\u00f6hten Ruhepuls keine Neurasthenie wird, jener nerv\u00f6se Epochengrundzug des in seinen Ma\u00dflosigkeiten zu Recht inkriminierten Zeitalters des Hochimperialismus. Schlie\u00dflich verhandelt die Kolonialgeschichte nichts weniger als die Geschichte der Gegenwart, die unzweifelhaft eine Geschichte der Globalisierung ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br>Gr\u00fcnder, Horst, Geschichte der deutschen Kolonien, 7. Aufl., Paderborn<br>2018<br>Kundrus, Birthe, Moderne Imperialisten. Das Kaiserreich im<br>Spiegel seiner Kolonien, K\u00f6ln 2003<br>Reinhard, Wolfgang, Die Unterwerfung der Welt. Globalgeschichte<br>der europ\u00e4ischen Expansion 1415\u20132015, M\u00fcnchen 2016<br>van der Heyden, Ulrich\/Zeller, Joachim (Hg.), Kolonialismus<br>hierzulande. Eine Spurensuche in Deutschland, Erfurt 2007<br>Zimmerer, J\u00fcrgen (Hg.), Kein Platz an der Sonne. Erinnerungsorte<br>der deutschen Kolonialgeschichte, Frankfurt a.M. 2013<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ulf Morgenstern Wer von Deutschland im 19. und fr\u00fchen 20. Jahrhundert spricht, darf \u00fcber die Kolonialgeschichte nicht schweigen. So kann eine Erkennt\u00adnis lauten, zu der man seit einigen Jahren nach dem Blick in die Feuilletons und in einen wachsenden Teil der historischen Fachliteratur kommen kann. Was ist daran neu? 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