{"id":3221,"date":"2020-12-18T17:38:55","date_gmt":"2020-12-18T16:38:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.demokratie-geschichte.de\/index.php\/?p=3221"},"modified":"2020-12-19T22:39:27","modified_gmt":"2020-12-19T21:39:27","slug":"reichsgruendung-ein-erinnerungsort-im-deutschen-judentum","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/dg-dev.agentur-doppelstern.de\/httpdocs\/index.php\/3221\/reichsgruendung-ein-erinnerungsort-im-deutschen-judentum\/","title":{"rendered":"Reichsgr\u00fcndung \u2013 Ein Erinnerungsort im deutschen Judentum?"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Tobias Hirschm\u00fcller<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Allein die Fragestellung dieses Beitrags, ob die Reichsgr\u00fcndung ein Erinnerungsort im deutschen Judentum ist, k\u00f6nnte schon Einw\u00e4nde hervorrufen. Gab oder gibt es denn genau <em>ein<\/em> \u201edeutsches Judentum\u201c, dem sich einheitliche Einstellungen zuschreiben lassen, oder nicht eher viele j\u00fcdische Deutsche mit ganz unterschiedlichen Weltsichten? Es muss klar sein, dass es nur darum gehen kann, Anschauungen zu benennen, die innerhalb dieser Gruppe besonders h\u00e4ufig auftraten, und ein Bild von ihrer Verteilung zu skizzieren. In dem Wissen, dass dieses Bild immer vereinfacht sein wird und nicht alles enthalten kann, was gesagt und gedacht wurde.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Zeitungen als Quelle zur Geschichte der deutschen Juden<\/h3>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"244\" src=\"https:\/\/www.demokratie-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Die-Kaiserproklamation-symbolisierteresize.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3222\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Zeitungen stellen eine wichtige Quelle f\u00fcr die Geschichtswissenschaft dar, ganz besonders f\u00fcr gro\u00dfe Teile des 19. und des 20. Jahrhunderts, in denen sie im gesamten transatlantischen Raum das entscheidende Nachrichtenmedium waren. Erm\u00f6glicht wurde dies durch eine bis dahin noch nie dagewesene Alphabetisierungsrate und dadurch, dass g\u00fcnstigere Produktion und steigender Wohlstand einer verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gro\u00dfen Anzahl von Menschen Zugang zum Erwerb von Zeitungsausgaben verschaff\u00adten. Ein Bewusstsein f\u00fcr die Relevanz dieses Mediums war auch in allen gr\u00f6\u00dferen Str\u00f6mungen des Judentums gegeben, wodurch im 1871 gegr\u00fcndeten Deutschen Kai\u00adser\u00adreich ein breites Spektrum an speziell j\u00fcdischen Monats- und Wochenzeitungen entstand. F\u00fcr die Geschichtswissenschaft bilden diese Periodika somit eine zentrale Fundgrube f\u00fcr die Erforschung der Geschichte des deutschen Judentums, zumal durch den Nationalsozialismus viele andere Dokumente vernichtet wurden. Doch darf dabei nicht vergessen werden, dass es sich bei den abgedruckten Texten um die Botschaft von Journalistinnen und Journalisten handelt, w\u00e4hrend die Reaktion der Leserschaft in der Regel nicht bekannt ist. Trotz dieser Einschr\u00e4nkungen soll hier anhand j\u00fcdischer Periodika der Frage nachgegangen werden, welche Relevanz die Gr\u00fcndung des ersten deutschen Nationalstaates f\u00fcr Deutsche mit j\u00fcdischem Glauben besa\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Als die drei wichtigsten politischen und religi\u00f6sen Richtungen im Judentum gelten die liberale, die orthodoxe und die zionistische. Der gr\u00f6\u00dfte Teil der liberalen Juden war im \u201eCentralverein deutscher Staatsb\u00fcrger j\u00fcdischen Glaubens\u201c (CV) organisiert, bei dem das Selbstverst\u00e4ndnis vorlag, sich zuerst als deutsche Staatsangeh\u00f6rige zu f\u00fchlen und einen assimilierten Lebensstil zu pflegen. Als religi\u00f6se Gegen\u00adbe\u00adwegung zu jenem reformierten Judentum war in der Mitte des 19. Jahrhunderts die orthodoxe Str\u00f6mung entstanden, die auf eine konsequente Befolgung der j\u00fcdischen religi\u00f6sen Regeln bestand. Wenn die Orthodoxen auch keine homogene Gruppe bildeten, einte sie doch die Ablehnung der vom CV vertretenen Assimilation. In der Gegenposition zum liberalen Judentum be\u00adstand eine Gemeinsamkeit mit den Zionisten, die nicht wie der CV das Judentum als Religion verstan<\/p>\n\n\n\n<p>den, sondern die das nationalpolitische Ziel der Gr\u00fcndung eines j\u00fcdischen Nationalstaates in Pal\u00e4stina verfolgten und hierf\u00fcr unter anderem in der \u201eZio nistischen Vereinigung f\u00fcr Deutschland\u201c organisiert waren. Von diesen drei war das Gedenken an die deutsche Einigung zu Jahrestagen in der liberalen am st\u00e4rksten und in der zionistischen am wenigsten pr\u00e4sent. Von einer konstanten Erinnerungskultur an die Reichsgr\u00fcndung kann insbesondere in der liberalen \u201eAllgemeinen Zeitung des Judentums\u201c gesprochen werden. Das Blatt ist durch seinen langen Erscheinungszeitraum von 1837 bis 1922 eines der bedeutendsten deutschsprachigen j\u00fcdischen Periodika.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Umstrittene Gedenktage<\/h3>\n\n\n\n<p>Bereits der Verlauf des Deutsch-Franz\u00f6sischen Krieges hatte in der j\u00fcdischen Presse in den deutschen Staaten eine Vielzahl von heterogenen Reaktionen hervorgerufen. Die Forschungen von Christine Kr\u00fcger zeigen ein Konglomerat aus innerj\u00fcdischen Differen\u00adzen und Loyalit\u00e4tskonflikten, wobei die grunds\u00e4tzliche Wertsch\u00e4tzung gegen\u00fcber den Glaubensbr\u00fcdern auf der Gegenseite, den franz\u00f6sischen Juden, immer gewahrt blieb.<\/p>\n\n\n\n<p>Hinsichtlich der historischen Erinnerungsdaten kann festgehalten werden, dass im Vergleich zu anderen Teilen der Bev\u00f6lkerung der Geburtstag des sogenannten \u201eReichsgr\u00fcnders\u201c Otto von Bismarck am 1. April eher eine geringe Rolle spielte. In liberalen, konservativen und v\u00f6lkischen Kreisen im Deutschen Reich war dies ein zentraler Festtag. In der j\u00fcdischen Presse wurde darauf kaum Bezug genommen, abgesehen vom 100. Geburtstag des \u201eeisernen Kanzlers\u201c \u2013 eine Bezeichnung, mit der auch liberale Juden ihre Wertsch\u00e4tzung zum Ausdruck brachten. Mehr pr\u00e4sent waren in der j\u00fcdischen Presse der 18. Januar, der Tag der Kaiserproklamation 1871 in Versailles, sowie die Erinnerung an die Schlacht von Sedan um den 2. September. Wobei auch hier zu ber\u00fccksichtigen ist, dass beide Ereignisse in der liberalen j\u00fcdischen Presse nicht j\u00e4hrlich kommentiert wurden, sondern zu gr\u00f6\u00dferen Jubil\u00e4en, wie zu jeder vollen Dekade oder insbesondere den 25. Jahrestagen in den Jahren 1895\/1896.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kaiserproklamation sym\u00adbolisierte hierbei die Herstellung des deutschen Nationalstaates, die j\u00fcdischen Zeitungen verbanden damit die in der Reichsverfassung verankerte Gleichberechtigung der Religionen und so die Anerkennung der j\u00fcdischen Deutschen als Staatsb\u00fcrger und Staatsb\u00fcrgerinnen. Bei der Erinnerung an die Schlacht von Sedan standen die Leistungen der Soldaten mit j\u00fcdischem Glauben im Zentrum. Deren Einsatz- und Opferbereitschaft galt als Nachweis, dass die deutschen Juden ihren Beitrag bei der Herstellung des neuen deutschen Kaiserreiches erbracht hatten, sich als Deutsch f\u00fchlten und somit die rechtliche Gleichstellung auch verdient hatten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kaisertreue statt Bismarckkult<\/h3>\n\n\n\n<p>Von den ber\u00fchmten Einzelpersonen rund um die Herstellung der deutschen Einheit besa\u00df Bismarck im Vergleich zu dem seit den 1870ern vielerorts entstehenden Mythos, der ihn als \u201eReichsschmied\u201c feierte, in den j\u00fcdischen Zeitungen eher eine untergeordnete Rolle. Selbst die liberale j\u00fcdische Presse ging auf Distanz zum \u201eHeroenkult\u201c um den preu\u00dfischen Staatsmann. Mehr Wertsch\u00e4tzung als Bismarck erfuhr Helmuth von Moltke, dem als Chef des Generalstabs der preu\u00dfischen Armee der entscheidende Anteil an den milit\u00e4rischen Siegen in den \u201eEinigungskriegen\u201c zugeschrieben wurde. Als \u201etreue S\u00f6hne des deutschen Vaterlandes betrauern auch die deutschen Juden den Heimgang des gro\u00dfen und edlen Mannes\u201c, schrieb die \u201eAllge\u00admei\u00adne Zeitung des Judentums\u201c zu Moltkes Tod im April 1891.<\/p>\n\n\n\n<p>Als zentrale Figur bei der Herstellung des Reiches galt Kaiser Wilhelm I., der in der liberalen Presse als \u201eHeldenkaiser\u201c verehrt wurde. Ihm sei die Gleichberechtigung der Juden in Deutschland im Jahr 1871 zu verdanken, hie\u00df es, und er galt als Garant, dass diese Er\u00adrun\u00adgenschaft auch gewahrt blieb. Auch nach dem Tod das alten Kaisers 1888 und der Entlassung Bismarcks 1890 setzte keine Aufwertung des \u201eAlten im Sachsenwald\u201c ein. Zum 25. Jahrestag kam etwa die orthodoxe Zeitung \u201eDie j\u00fcdische Presse\u201c ohne die Erw\u00e4hnung von Bismarck aus und schloss mit den Worten: \u201eHeil unserem Kaiser! Heil dem deutschen Reich!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Um solche nationalbewussten \u00c4u\u00dferungen zu verstehen, sollte nicht vergessen werden, dass alle Bezugnahmen zur Kaiserproklamation oder der Sedanschlacht nicht nur Teil einer innerj\u00fcdischen Selbstverst\u00e4ndigung waren. Die Botschaft war auch an die \u00fcbrigen Deutschen gerichtet und somit Ausdruck einer Abwehrhaltung gegen\u00fcber steigendem Antisemitismus. Durch den Verweis auf die j\u00fcdischen Leistungen bei der Reichsgr\u00fcndung sollte \u00fcber die rechtliche auch die mentale Anerkennung als Deutsche erzielt werden. Dementsprechend war in den Kommentaren zu Sedanfeiern oft eine Entgegnung auf antisemitische Aussagen anzutreffen, die den deutschen Juden ihre Leistungen im Deutsch-Franz\u00f6sischen Krieg absprachen und dar\u00fcber hinaus Juden zu Feinden des Reiches verunglimpften. Die \u201eAllgemeine Zeitung des Judentums\u201c war hierf\u00fcr auch bereit, die Kritik der Sozialdemokratie an den Sedanfeiern zu verurteilen. Andererseits darf aber nicht vergessen werden, dass in der liberalen j\u00fcdischen Presse auch die franz\u00f6sischen j\u00fcdischen Soldaten des Krieges von 1870\/1871 f\u00fcr den Einsatz f\u00fcr ihr Vaterland Wertsch\u00e4tzung erfuhren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Neupositionierungen und alte Konflikte in der Weimarer Republik<\/h3>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"195\" src=\"https:\/\/www.demokratie-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Die-Reichsgruendung-bedeutete-dieresize.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3223\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges und dem Sturz der Monarchie verlor die Reichsgr\u00fcndung auch in der liberalen j\u00fcdischen Presse an Bedeutung, da die Redaktionen sich mit der neuen demokratischen Staatsform arrangieren wollten und konnten. Dies verdeutlicht insbesondere das Jahr 1921, als sich die Kaiserproklamation zum 50. Mal j\u00e4hrte. Von der KPD-Presse \u00fcber die Zeitungen in der b\u00fcrgerlichen Mitte bis zu den v\u00f6lkischen Bl\u00e4ttern wurde der Jahrestag kommentiert. In den j\u00fcdischen Zeitungen, auch in den liberalen, waren hierzu kaum mehr Bezugnahmen anzutreffen. Eine Ausnahme bildete \u201eDer Schild\u201c, die Zeitschrift des Reichsbundes j\u00fcdischer Frontsoldaten. Hier wurden die \u201eBlutopfer\u201c des Weltkrieges in die Tradition des Deutsch-Franz\u00f6sischen Krieges gestellt. Doch war auch dies wieder in erster Linie der Abwehr von Hass gegen die Juden in Deutschland geschuldet.<\/p>\n\n\n\n<p>Hierin war auch eine Konstante in den \u00fcbrigen j\u00fcdischen Zeitungen anzutreffen. Denn wenn auch nicht mehr aus eigener Initiative an die Kaiserproklamation oder Sedan erinnert wurde, so finden sich doch immer wieder Berichte, dass Juden die Teilnahme an entsprechenden Feierlichkeiten verweigert wurde. Die \u201eHakenkreuzler\u201c galten durch ihr Benehmen jedoch als die eigentlichen St\u00f6renfriede nationaler Gedenkfeiern. So schrieb die vom \u201eCentral-Verein deutscher Staatsb\u00fcrger j\u00fcdischen Glaubens\u201c herausgegebene \u201eCentral-Verein-Zeitung\u201c im Januar 1930:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEs blieb den Nationalsozialisten vorbehalten, die sch\u00f6ne und w\u00fcrdige Tradition der akademischen Reichsgr\u00fcndungsfeiern durch eine gerade an diesen Tagen besonders besch\u00e4mende Hetze zu durchbrechen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bekenntnisse zum 1871 entstandenen Reich und die Erinnerung an die Verdienste der Juden bei der Herstellung der deutschen Einigung konnten jedoch die von den Redaktionen damit erhofften Ziele wie zuvor in der Monarchie nicht erreichen. Die v\u00f6lkischen Kreise und schlie\u00dflich die Nationalsozialisten nutzten Bismarck und dessen Antisemitismus, um die Juden als Feinde Deutschlands zu diskreditieren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ambivalente Perspektiven nach dem Zweiten Weltkrieg<\/h3>\n\n\n\n<p>Nach 1945 hatte die Erinnerung an das 1871 entstandene Reich als historische Bezugsgr\u00f6\u00dfe bei den Juden in Deutschland endg\u00fcltig ihre Bedeutung verloren. Zudem erreichte die j\u00fcdische Presse in beiden deutschen Teilstaaten nicht mehr die Bl\u00fcte, wie zur Zeit der Weimarer Republik. Die \u201eAllgemeine J\u00fcdi\u00adsche Wochenzeitung\u201c, ab 2002 \u201eJ\u00fcdische Allgemeine\u201c, das auflagenst\u00e4rkste deutschsprachige j\u00fcdische Blatt der Nachkriegszeit, sieht sich in der Tradition der liberalen Zeitungen des Judentums. Sie bezog anl\u00e4sslich von Reichsgr\u00fcndungsjubil\u00e4en in der Bundesrepublik 1951 und 1961 und selbst zum 100. Jahrestag 1971 keine Stellung. Distanziert wurde auf die Feierlichkeiten zu Bismarcks 150. Geburtstag 1965 kommentiert, bei der W\u00fcrdigung von dessen realpolitischen F\u00e4higkeiten d\u00fcrfe nicht vergessen werden, dass der bisherige Verlauf des 20. Jahrhunderts \u201enicht zu einer positiven Bewertung der sogenannten Realpolitik\u201c ermu\u00adti\u00adge. Auch anl\u00e4sslich des \u201ePreu\u00dfenjahres\u201c 2001 schrieb der Historiker Wolfgang Wippermann in dem Blatt, trotz \u201evielger\u00fchmter Toleranz der Hohenzollern\u201c seien die Juden \u201ePreu\u00dfen zweiter Klasse\u201c geblieben. Eine wirkliche Emanzipation sei nach 1871 deswegen nicht erfolgt, weil die hierf\u00fcr notwendige Einb\u00fcrgerung wegen des in Preu\u00dfen 1842 eingef\u00fchrten \u201eBlutrechtes\u201c nicht erfolgen konnte. Gleichwohl f\u00fchrte Wippermann letztlich an: \u201eUnd f\u00fcr die Schoa wird man Preu\u00dfen nun wirklich nicht verantwortlich machen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ambivalenz, die Bismarck und das Jahr 1871 f\u00fcr deutsche Juden bis heute in sich bergen, fasste der israelische Historiker Moshe Zimmermann anl\u00e4sslich des 200. Geburtstages des \u201eReichsgr\u00fcnders\u201c im Jahr 2015 in der \u201eJ\u00fcdischen Allgemeinen\u201c zusammen. Die Reichsgr\u00fcndung bedeutete die verfassungsrechtliche Gleichberechtigung einerseits, ein Anwachsen des Antisemitismus in den folgenden Jahrzehnten andererseits. \u201eIch liebe sie unter Umst\u00e4nden\u201c, habe Bismarck selbst ge\u00e4u\u00dfert. Zimmermann verwies zudem darauf, dass sich der Zionismus die judenfeindliche Haltung des \u201eAlten im Sachsenwald\u201c zu Nutze machen wollte. Zudem Besa\u00df Bismarck in der nationalen Frage auch eine Vorbildfunktion:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eF\u00fcr den Vater des Zionismus, Theodor Herzl, war Bismarck wahrscheinlich weniger ein Instrument des Antisemitismus, sondern vielmehr der ultimative Schulmeister in Sachen Nationalismus.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Schlie\u00dflich, so Herzl, habe der erste Reichskanzler mit dem geeinten Deutschland erreicht, wonach die zionistische Bewegung f\u00fcr die Juden strebe, eine Vereinigung in ihrer \u201eHeimst\u00e4tte\u201c. Eine konstante Erinnerung besitzen jedoch Bismarck und das Jahr 1871 in der j\u00fc\u00addi\u00adschen Presse nicht mehr. Hierin besteht eine Parallele zur Mehrheit der \u00fcbrigen bundesdeutschen Bev\u00f6lkerung, bei welcher der Prozess der Reichsgr\u00fcndung im 19. Jahrhundert mittlerweile entweder im kollektiven Ged\u00e4chtnis nicht mehr pr\u00e4sent ist oder als identit\u00e4tsstiftender Faktor keine Relevanz mehr besitzt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Zusammenfassung<\/h3>\n\n\n\n<p>Dieser kurze Themenaufriss zeigt, dass die Reichsgr\u00fcndung vor allem in der liberalen j\u00fcdischen Presse einen Erinnerungsort bildete. Die von j\u00fcdischen Soldaten erbrachten Leistungen in den \u201eEinigungskriegen\u201c galten als Beleg f\u00fcr deren deutsches Nationalbe\u00adwuss\u00adtsein und damit die legitime Gleichberechtigung in der Reichsverfassung, in zunehmendem Ma\u00dfe aber auch f\u00fcr die Existenzberechtigung von j\u00fcdischem Leben in Deutschland. Diese letzte Funktion behielt die Erinnerung an die Reichsgr\u00fcndung bei, wenn auch neue, demokratische Erinnerungsorte nach 1918 die Jahre 1870\/1871 als Identit\u00e4tsbezug auch im liberalen Judentum schnell abgel\u00f6st hatten. Nach dem Zweiten Weltkrieg besa\u00dfen die nationale Einigung der Deutschen im 19. Jahrhundert und deren Folgen kaum mehr eine Bedeutung in der j\u00fcdischen Erinnerungskultur in der Bundesrepublik. Sie dient gegenw\u00e4rtig als Beispiel f\u00fcr die Ambivalenz der Erfahrung mit deutschen Identit\u00e4tskonstruktionen, die auch 150 Jahre sp\u00e4ter formale Anerkennung und gleichzeitig immer wieder vorkommende Ablehnung beinhalteten. In diesem Sinne ist die Reichsgr\u00fcndung als Erinnerungsort im deutschen Judentum ein Indikator f\u00fcr das angespannte Verh\u00e4ltnis zum Umfeld gewesen und geblieben. <strong><br><\/strong><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Literatur:<\/h4>\n\n\n\n<p>Eikenberg, Gabriel, Der Mythos deutscher Kultur im Spiegel j\u00fcdischer Presse in Deutschland und \u00d6sterreich von 1918 bis 1938, Hildesheim 2010<\/p>\n\n\n\n<p>Kr\u00fcger, Christine G., \u201eSind wir denn nicht Br\u00fcder?\u201c Deutsche Juden im nationalen Krieg 1870\/71, Paderborn 2006<\/p>\n\n\n\n<p>Lindner, Erik, Patriotismus deutscher Juden von der napoleonischen \u00c4ra bis zum Kaiserreich. Zwischen korporativem Loyalismus und individueller deutsch-j\u00fcdischer Identit\u00e4t,<br>Frankfurt am Main 1997<\/p>\n\n\n\n<p>Panter, Sarah, J\u00fcdische Erfahrungen und Loyalit\u00e4tskonflikte im Ersten Weltkrieg, G\u00f6ttingen 2014<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tobias Hirschm\u00fcller Allein die Fragestellung dieses Beitrags, ob die Reichsgr\u00fcndung ein Erinnerungsort im deutschen Judentum ist, k\u00f6nnte schon Einw\u00e4nde hervorrufen. Gab oder gibt es denn genau ein \u201edeutsches Judentum\u201c, dem sich einheitliche Einstellungen zuschreiben lassen, oder nicht eher viele j\u00fcdische Deutsche mit ganz unterschiedlichen Weltsichten? 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