{"id":3214,"date":"2020-12-18T17:39:35","date_gmt":"2020-12-18T16:39:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.demokratie-geschichte.de\/index.php\/?p=3214"},"modified":"2020-12-19T22:39:26","modified_gmt":"2020-12-19T21:39:26","slug":"radikaler-konservatismus-im-deutschen-kaiserreich","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/dg-dev.agentur-doppelstern.de\/httpdocs\/index.php\/3214\/radikaler-konservatismus-im-deutschen-kaiserreich\/","title":{"rendered":"Radikaler Konservatismus im Deutschen Kaiserreich"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Ulrich Sieg<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die konservativen Parteien entstanden in Deutschland als Resultat der traumatisch erfahrenen Revolution von 1848. Die gravierenden Wahlniederlagen vom Mai 1848 verhinderten die Bildung eigenst\u00e4ndiger Fraktionen; sp\u00e4ter stand das vor allem in Brandenburg und Preu\u00dfen existierende konservative Vereinswesen im Zeichen der politischen Reaktion. Lutherische Obrigkeitsideale und Vorstellungen vom Gottesgnadentum besa\u00dfen im konservativen Lager eine hohe Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Allerdings bestand auch dort die Bereitschaft, sich im Kampf um die Macht moderner Mittel zu bedienen. Dies gilt besonders f\u00fcr die Sozialkonservativen um Hermann Wagener, die zu Bismarcks energischsten Anh\u00e4ngern in den 1850er und 1860er Jahren z\u00e4hlten und die Klaviatur der Massenmedien beherrschten. Auf die Dauer war ein instrumentelles Politikverst\u00e4ndnis bei r\u00fcckw\u00e4rtsgewandten Inhalten jedoch zu wenig, um Intellektuelle von Rang anzulocken. Es brauchte die politische Ersch\u00fctterung der Kaiserattentate und den politischen Schwenk Bismarcks nach rechts, damit konservative Inhalte massiv an Interesse gewannen. Ihre prononcierten Vertreter verstanden sich als politische Radikale und verbanden eine grunds\u00e4tzliche Gegenwartskritik mit einer umfassenden Idealisierung der Vergangenheit. Die vielleicht gr\u00f6\u00dfte Wirkung erzielte der G\u00f6ttinger Orientalist Paul de Lagarde.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"200\" src=\"https:\/\/www.demokratie-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Es-brauchte-die-politische-Erschuetterungresize.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3215\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Lagarde ist der \u201eMann eines Buches\u201c. Es sind die 1878 erschienenen und immer wieder aufgelegten \u201eDeutschen Schriften\u201c, in denen sich seine zentralen politischen Gedanken finden. Der Sache nach handelt es sich um eine Sammlung von Aufs\u00e4tzen aus ganz unterschiedlichen Kontexten, die prim\u00e4r durch eine hermetische Rhetorik zusammengehalten werden. Die M\u00e4rzrevolution lehnte Lagarde grunds\u00e4tzlich ab und hoffte auf eine Partei von \u201eRadikal-Konservativen, welche bis auf weiteres nur von mir vertreten ist\u201c (Lagarde, Deutsche Schriften, 16). Der exzeptionellen Perspektive entsprach eine radikale Diktion: Gewalt betrachtete Lagarde als legitimes politisches Mittel und f\u00fcr die L\u00f6sung der deutschen Frage vertraute er auf Preu\u00dfens milit\u00e4rische St\u00e4rke. Gleichzeitig sah er im Adel die wichtigste Kraft des deutschen Volkes.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach der Reichsgr\u00fcndung ver\u00e4nderte sich Lagardes Bewertung der politischen Welt substantiell. Das Kaiserreich hielt er f\u00fcr eine Fehlkonstruktion, weil es ihm an innerer Einheit und insbesondere an einem verbindlichen religi\u00f6sen Glauben fehle. Die Liberalen bildeten das vielleicht wichtigste Feindbild Lagardes. Leidenschaftlich machte er sie f\u00fcr Missst\u00e4nde der Gegenwart verantwortlich und unterstellte ihnen alles, was er hasste. Die liberale \u201eToleranz\u201c erschien ihm besonders verwerflich: Sie untergrabe \u201eGehorsam\u201c und \u201eDemut\u201c, auf die jede \u201eechte Religion\u201c angewiesen sei, und f\u00fchre notwendig zu einer tiefgreifenden Entchristlichung. Als Haupttriebkr\u00e4fte des Liberalismus betrachtete er \u2013 vergleichsweise unspektakul\u00e4r \u2013 Eitelkeit und Bequemlichkeit. In eigent\u00fcmlichem Kontrast dazu stand Lagardes Vorstellung einer liberalen Weltverschw\u00f6rung, die er einpr\u00e4gsam als \u201eGraue Internationale\u201c titulierte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kritik am Liberalismus verband Lagarde mit scharfen Angriffen auf das Bildungssystem; insonderheit kritisierte er die Sinnlosigkeit allzu umfangreichen historischen Wissens: \u201eDrei Dinge sind der Ertrag unsrer Bildung: schlechte Augen, g\u00e4hnender Ekel vor allem was war, und die Unf\u00e4higkeit zur Zukunft\u201c (Lagarde, Deutsche<br>Schriften, 344). <\/p>\n\n\n\n<p>Dies waren kulturkritische T\u00f6ne, wie sie sich auch bei Jacob Burckhardt oder dem jungen Friedrich Nietzsche finden lassen, der Lagarde \u00fcbrigens eingehend studiert hat. Worin sich Lagarde von den meisten Kritikern des Bildungssystems unterschied, war seine Identifizierung der \u201eBildung\u201c mit dem \u201eLiberalismus\u201c, den er seinerseits als stark j\u00fcdisch gepr\u00e4gte Weltanschauung auffasste. Lagarde war davon \u00fcberzeugt, dass Nationen nur kulturell verstanden werden k\u00f6nnen. Sein vielleicht ber\u00fchmtester Satz lautete: \u201eDas Deutschthum liegt nicht im Gebl\u00fcte, sondern im Gem\u00fcthe\u201c (Lagarde, Deutsche Schriften, S. 26) und bekundete den idealistischen Kern seiner Weltanschauung. Gleichzeitig zwei\u00adfelte er nicht daran, dass die Juden einen Staat im Staate bildeten und deshalb f\u00fcr das Deutsche Reich untragbar seien. Lagarde plante eine Umsiedlung der Juden aus den Weichsel- und Donaul\u00e4ndern nach Pal\u00e4stina, und in Anlehnung an den ber\u00fchmten Historiker Heinrich von Treitschke \u00e4u\u00dferte er apodiktisch: \u201eEs ist unm\u00f6glich eine Nation in der Nation zu dulden.\u201c (Lagarde, Deutsche Schriften, 36). Lagarde verschmolz auf aggressive Art nationalistische und antisemitische Denkelemente zu einer neuen Weltanschauung. F\u00fcr sie ist ein Reinheitsfuror charakteristisch, der auf die Gef\u00e4hrdung nationaler Homogenit\u00e4t mit Vernichtungsvorstellungen reagiert: \u201eJeder fremde K\u00f6rper in einem lebendigen andern erzeugt Unbehagen, Krankheit, oft sogar Eiterung und den Tod. [\u2026] Die Juden sind als Juden in jedem euro\u00adp\u00e4ischen Staate Fremde, und als Fremde nichts anderes als Tr\u00e4ger der Verwesung\u201c (Lagarde, Deutsche<br>Schriften, 278).<\/p>\n\n\n\n<p>In starkem Kontrast zu diesen Passagen steht Lagardes Lehre von der \u201eGotteskindschaft\u201c. Nur dem gl\u00e4ubigen Menschen stehe das \u201eK\u00f6nigreich Gottes\u201c offen, und innere Umkehr sei die notwendige Vorbedingung religi\u00f6ser Erweckung. In Lagardes Schriften finden sich einf\u00fchlsame Passagen, und es d\u00fcrfte kein Zufall sein, dass er auch als Lyriker einiges Talent besa\u00df. Die Forschung hat die unterschiedlichen Seiten seiner Pers\u00f6nlichkeit selten zusammendenken k\u00f6nnen und von einem \u201eharten\u201c und einem \u201eweichen\u201c Lagarde gesprochen. Tats\u00e4chlich steht sein Weltbild in der langen Tradition chiliastisch-messianischen Denkens.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Idealvorstellung nationaler Religion ist der Gegenentwurf zu einer als gottlos und sinnentleert empfundenen Gegenwart. In apokalyptischer Sprache gei\u00dfelte Lagarde die Fehlentwicklungen seiner Zeit: \u201eNur ganz individuelles, ganz pers\u00f6nliches Leben kann uns aus dem Schlamme erretten, in welchen wir durch die Ueberb\u00fcrdung der Geschichte mit Kulturballast und Civilationsquarke, durch die Schablonisirung der Empfindungen und der Urtheile, durch den Despotismus der vielen kleinen und gro\u00dfen Selbstsuchten von Tage zu Tage tiefer versinken.\u201c<br>(Lagarde, Deutsche Schriften, 299).<\/p>\n\n\n\n<p>Gerade die Religionsgeschichte lehre, \u201ewirkliche Religion\u201c sei nur im Kollektiv erfahrbar, und so hoffte er auf einen neuen nationalen Glauben, um die Widerspr\u00fcche der Gegenwart zu \u00fcberwinden.<\/p>\n\n\n\n<p>Sp\u00e4testens mit Lagardes Tod 1891 begann die Zeit seiner politischen Breitenwirkung. Antisemitische Grup\u00adpierungen beriefen sich meist auf seine wissenschaftliche Autorit\u00e4t, w\u00e4hrend der \u201eBayreuther Kreis\u201c prim\u00e4r die Radikalit\u00e4t seines Denkens pries. Ludwig Schemann und Theodor Fritsch, zwei Schl\u00fcsselfiguren der v\u00f6lkischen Rechten, r\u00fcckten ihn in die N\u00e4he biologistischer und rassistischer Ideologien. Lagardes Witwe unterst\u00fctzte die Legendenbildung nach Kr\u00e4ften. Sie scharte potentielle Anh\u00e4nger seiner Ideen um sich und legte den Nachlass wie eine Art Verm\u00e4chtnis an, wobei sie es nicht vers\u00e4umte, unliebsame Schriftst\u00fccke zu vernichten. \u00c4hnlich wie bei Nietzsche war die die gezielte Vergangenheitspolitik ungemein erfolgreich, und Lagarde galt um 1900 weithin als \u201eProphet des Deutschtums\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Julius Langbehn, der in puncto Gegenwartskritik sein Erbe antrat, war in vielem das genaue Gegenteil: er hegte eine Menge k\u00fchner Ideen, sah gl\u00e4nzend aus und scheute harte Arbeit wie der Teufel das Weihwasser. Sein erstes Buch Rembrandt als Erzieher wurde in den Zeitungen hymnisch gefeiert. Allein zwischen 1890 und 1893 erschienen 43 Auflagen, die mehr als 60.000 K\u00e4ufer fanden. Der Autor blieb vorerst unbekannt, und es b\u00fcrgerte sich ein, vom \u201eRembrandtdeutschen\u201c zu sprechen, dem das deutsche Volk tiefe Einsichten zu verdanken habe. Gleichzeitig sorgte das R\u00e4tsel um die Urheberschaft f\u00fcr vielf\u00e4ltige Spekulationen, die den Verkauf des Werks in die H\u00f6he trieben. Manch ein Leser meinte sogar, die r\u00e4tselhafte Herkunft sei dem mystischen Inhalt der Schrift kongenial. Ihr Verfasser hatte freilich auch pers\u00f6nliche Gr\u00fcnde, sich nicht nach vorn zu spielen, entsprach seine Vita doch schwerlich b\u00fcrgerlichen Idealen.1851 im nordschleswigschen Hadersleben geboren, hatte Langbehn in Kiel und M\u00fcnchen Philo\u00adlo\u00adgie wie Naturwissenschaften studiert, aber im Unterschied zu Lagarde kr\u00e4ftig gebummelt. Daf\u00fcr besa\u00df er das Talent, andere Leute f\u00fcr seine Ideen zu be\u00adgeistern und ihnen Geld aus der Tasche zu ziehen. Zehn Jahre lang lebte er von Verlagsvorsch\u00fcssen und Gelegenheitsarbeiten, bis ihm mit Rembrandt als Erzieher der gro\u00dfe Wurf gelang.<\/p>\n\n\n\n<p>Langbehn beherrschte eine Vielzahl von Stilmitteln, er neigte zu aphoristischer Sprunghaftigkeit und be\u00advor\u00adzugte krude Etymologien. K\u00fchne Assoziationen sind f\u00fcr den Aufbau seines Textes wichtiger als strenge Gedankenf\u00fchrung oder schl\u00fcssige Argumentation. Das Langbehnsche Zauberwort hei\u00dft Synthese. In einer zunehmend un\u00fcberschaubaren Welt pl\u00e4dierte er f\u00fcr die \u201eWesensschau\u201c des K\u00fcnstlers gegen den differenzierten Blick des Wissenschaftlers und vermittelte mit einfachen Aussagen Vertrauen in einen geordneten Weltaufbau:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDas Genie wei\u00df die Welt im Grashalm, aber auch den Grashalm in der Welt, d.h. den Bau des Grashalms im Bau der gesammten Welt wiederzuerkennen; es steht zwischen dem Gr\u00f6\u00dften und dem Kleinsten; es spezialisirt und generalisirt zu gleicher Zeit.\u201c<br>(Langbehn, Rembrandt als Erzieher, 210)<\/p>\n\n\n\n<p>Im Mittelpunkt von Langbehns Weltbild stand die Auffassung, dass der Mensch seine h\u00f6chste Erf\u00fcllung in der Kunst finde. In der Gegenwart sei vor allem der Norddeutsche zu Sch\u00f6nstem berufen. Der Nebel \u00fcber den Mooren und der weite Blick in die Ferne gebe ihm jenes Gef\u00fchl f\u00fcr Unendlichkeit, das die Vorbedingung echter Kunst sei. Dazu passte Langbehns Selbststilisierung als \u201eHeld aus dem Nebelland\u201c. Rembrandt selbst bedeutete ihm wenig, er liebte weder seine Bilder noch f\u00fchlte er sich zum 17. Jahrhundert hingezogen. Vielmehr hatte Langbehn die Chiffre \u201eRembrandt\u201c gew\u00e4hlt, weil sich damit die Tiefe der eigenen Kunstphilosophie unterstreichen lie\u00df. \u00c4hnliches gilt f\u00fcr die nationalistische Diktion: sie war eine \u201eDreingabe aus Kalk\u00fcl\u201c. Die nationalistischen Metaphern sollten Leser anlocken, die mit Kunst nichts anzufangen wussten.<\/p>\n\n\n\n<p>Langbehns Zeitkritik lag ein genuin konservatives Weltverst\u00e4ndnis zugrunde. \u00c4hnlich wie Lagarde glaubte er an einen guten K\u00f6nig, an die ethische Substanz des Adels und an den Wert der Volksseele, doch statt schroffe Gegens\u00e4tze heraufzubeschw\u00f6ren, w\u00e4hl\u00adte er eine vers\u00f6hnende Diktion: \u201eDie Begriffe Staat und Volk, Volk und Gebildete sollen nicht zu k\u00fcnstlichen Gegens\u00e4tzen versch\u00e4rft, sondern zu nat\u00fcrlicher Harmonie ausgeglichen werden. [\u2026] Vor diesem Ziele verschwinden alle Berufs- und Standesunterschiede; nur Menschen begegnen den Menschen; Hoch und Nieder reichen sich die H\u00e4nde.\u201c (Langbehn, Rembrandt als Erzieher, 182).<\/p>\n\n\n\n<p>Bei Licht betrachtet handelte es sich um eine konventionelle Vorstellung: der St\u00e4ndestaat als r\u00fcckw\u00e4rtsgewandte Utopie. Doch war sie in seiner exaltierten Sprache verfasst, die in der Welt des Fin de Si\u00e8cle auf offene Ohren stie\u00df. Juden hatten zu diesem Idyll allerdings keinen Zutritt; denn ihnen fehlte nach Langbehn jeder Sinn f\u00fcr die synthetische Schau. In den h\u00f6heren Auflagen von Rembrandt als Erzieher versch\u00e4rfte er seine Kritik am Judentum massiv, um neue Leser zu gewinnen. Es habe sich zu sehr auf den Geist der Modere eingelassen und sei deshalb von einem mechanischen Wissenschaftsverst\u00e4ndnis unheilvoll gepr\u00e4gt. Insbesondere in den \u201e666 Schlussbemerkungen\u201c findet sich nun ein rabiater Antisemitismus, der auch im Ton schwerlich zur weihevollen Kunstphilosophie des \u00fcbrigen Werks passt. Doch reichte diese Ver\u00e4nderungen nicht, um Langbehn dauerhaftes Interesse jenseits jugendbewegter Zirkel zu sichern.<\/p>\n\n\n\n<p>Der neue Stern unter den Vordenkern eines radikalen Konservatismus war der Wahldeutsche Houston Stewart Chamberlain. Ein Jahr nach Langbehns Tod heiratetet er 1908 Eva Wagner und wurde damit zu einer Schl\u00fcsselfigur des Bayreuther Kreises. Zu diesem Zeitpunkt verf\u00fcgte der ehrgeizige Engl\u00e4nder schon \u00fcber eine einflussreiche Position. Er verstand sich ausgezeichnet mit der machtbewussten Cosima Wagner und hatte 1899 ein Buch verfasst, das bald in aller Munde war: eine umfangreiche Monographie mit dem stolzen Titel Die Grundlagen des 19. Jahr\u00adhun\u00adderts. Das Werk gefiel Wilhelm II. so gut, dass es zum festen Bestandteil der preu\u00dfischen Lehrerausbildung wurde.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"205\" src=\"https:\/\/www.demokratie-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Nachdruecklich-betonte-Chamberlainresize.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3216\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Wie manch anderer literarische Erfolg verdankte sich die Schrift einem prosaischen Anlass. Der M\u00fcnchener Verleger Hugo Bruckmann plante eine europ\u00e4ische Kulturgeschichte des 19. Jahrhunderts und hatte sich f\u00fcr Chamberlain als Autor entschieden. \u00dcber Band eins sollte das Unternehmen allerdings nicht hinausgelangen. Eine Fortf\u00fchrung der Grundlagen des 19. Jahrhunderts war indes auch unn\u00f6tig, spiegelte das Werk doch anschaulich die innere Zerrissenheit der wilhelminischen \u00c4ra. Es sprach gleichzeitig die Hoffnungen und \u00c4ngste seiner Leser an, indem es die Vorherrschaft des nordischen bzw. deutschen Menschen beschwor und inst\u00e4ndig vor dem moralischen Niedergang der Gegenwart warnte. Bis 1915 erschienen zw\u00f6lf Auflagen, die mehr als hunderttausend K\u00e4ufer fanden. Dies war eine Folge stilistischer Eigent\u00fcmlichkeiten. Chamberlain beherrschte jene gravit\u00e4tischen Formulierungen, die das Bildungsb\u00fcrgertum besonders liebte, gerade wenn sie mit einer Prise Gewalt gew\u00fcrzt waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Hauptthese der Grundlagen des 19. Jahrhunderts ist denkbar einfach: Rassenk\u00e4mpfe h\u00e4tten von je her den Gang der Geschichte bestimmt, und die euro\u00adp\u00e4ische Vergangenheit sei nur als Auseinandersetzung zwischen \u201esemitischen\u201c und \u201earischen\u201c V\u00f6lkern wirklich zu verstehen. Eine besondere Pointe lag in der Deutung des Christentums. Nachdr\u00fccklich betonte Chamberlain, dass Jesus Arier gewesen sei; denn nur die Arier bes\u00e4\u00dfen jenen Idealismus, der sein Verhalten auf Schritt und Tritt charakterisiere. Dies war eine Ge\u00adschichts\u00adklitterung ersten Ranges, die auf die Leugnung der j\u00fcdischen Wurzeln des Neuen Testaments hi\u00adnaus\u00adlief. Polemisch behauptete Chamberlain zudem, Darwin eher als Richard Wagner zu folgen, was in Bayreuth freilich nur dazu f\u00fchrte, die rassische Dimension in Wagners Schaffen deutlicher herauszustellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Den H\u00f6hepunkt seines Ruhmes erklomm Chamberlain im Ersten Weltkrieg. Seine Kriegsaufs\u00e4tze waren das meistgelesene deutschsprachige Werk nach 1914. Allein von der ersten Auflage wurden 75.000 Exemplare vertrieben. Prima facie richtete sich Chamber\u00adlains Schrift gegen die materialistisch ausgerichtete englische Nation, doch bei n\u00e4herem Hinsehen lie\u00df sich erkennen, dass er dies vor allem mit antisemitischen Topoi tat. Beim \u201eVerein zur Abwehr des Antisemitismus\u201c entschied man sich daf\u00fcr, mit aller Kraft gegen die Kriegsschriften Chamberlains vorzugehen. Doch blieb der Erfolg der Kampagne schon allein aufgrund der geringen Auflage ihrer Aufkl\u00e4rungsbrosch\u00fcren gering.<\/p>\n\n\n\n<p>Generell mussten die Anh\u00e4nger liberaler Werte erfahren, wie schwer sich gegen politische Mythen streiten lie\u00df, die starke emotionale Bed\u00fcrfnisse befriedigten. Der radikale Konservatismus bot Aufnahme in ein machtvolles nationales Kollektiv und zugleich die Lizenz zu sch\u00e4rfster Gegenwartskritik. Gerade f\u00fcr Menschen, die mit den tiefgreifenden Ver\u00e4nderungen des Fin de Si\u00e8cle nicht zurechtkamen, war dies attraktiv. Der Preis, der f\u00fcr die gleicherma\u00dfen \u00fcberh\u00f6henden wie eskapistischen Vorstellungen rechtsextremer Denker zu zahlen war, wurde, wie es scheint, erst mit der Katastrophe des Ersten Weltkriegs deutlich.<strong><br><\/strong><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Literatur:<\/h4>\n\n\n\n<p>Chamberlain, Houston Stewart, Die Grundlagen des 19. Jahrhunderts, M\u00fcnchen 1899<\/p>\n\n\n\n<p>Lagarde, Paul de, Deutsche Schriften, 5. Aufl. G\u00f6ttingen 1920<\/p>\n\n\n\n<p>Rembrandt als Erzieher. Von einem Deutschen [Julius Langbehn], G\u00f6ttingen 1890<\/p>\n\n\n\n<p>Sieg, Ulrich, Deutschlands Prophet. Paul de Lagarde und die Urspr\u00fcnge des modernen Antisemitismus, M\u00fcnchen 2007<\/p>\n\n\n\n<p>Stern, Fritz, Kulturpessimismus als politische Gefahr. Eine Analyse nationaler Ideologie in Deutschland, Stuttgart 2005<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ulrich Sieg Die konservativen Parteien entstanden in Deutschland als Resultat der traumatisch erfahrenen Revolution von 1848. Die gravierenden Wahlniederlagen vom Mai 1848 verhinderten die Bildung eigenst\u00e4ndiger Fraktionen; sp\u00e4ter stand das vor allem in Brandenburg und Preu\u00dfen existierende konservative Vereinswesen im Zeichen der politischen Reaktion. 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