{"id":3209,"date":"2020-12-18T17:39:45","date_gmt":"2020-12-18T16:39:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.demokratie-geschichte.de\/index.php\/?p=3209"},"modified":"2020-12-19T22:39:26","modified_gmt":"2020-12-19T21:39:26","slug":"stadtmuetter-werden-kommunalpolitisches-engagement-als-methode-der-buergerlichen-frauenbewegung-auf-dem-weg-zur-politischen-gleichberechtigung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/dg-dev.agentur-doppelstern.de\/httpdocs\/index.php\/3209\/stadtmuetter-werden-kommunalpolitisches-engagement-als-methode-der-buergerlichen-frauenbewegung-auf-dem-weg-zur-politischen-gleichberechtigung\/","title":{"rendered":"\u201eStadtm\u00fctter werden!\u201c Kommunalpolitisches Engagement als Methode der b\u00fcrgerlichen Frauenbewegung auf dem Weg zur politischen Gleichberechtigung"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Kerstin Wolff<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dass Politik und Staatsleben im 19. Jahrhundert eine rein m\u00e4nnliche Angelegenheit waren, betonen nicht nur heutige Historiker und Historikerinnen. Auch Zeitgenossen fanden klare Worte, um die Beziehung von Frauen zum Staat bzw. zur Politik zu beschreiben. So stellte der Jurist und Staatstheoretiker Johann Caspar Bluntschli 1870 in einem Deutschen Staatsw\u00f6rterbuch den Staat \u201eunzweifelhaft\u201c als ein \u201em\u00e4nnliches Wesen\u201c dar, der die \u201eAufgabe und Sorge der M\u00e4nner\u201c bed\u00fcrfe. Die Teilnahme von Frauen am Staatsleben \u2013 so Bluntschli \u2013 sei \u201ef\u00fcr den Staat gef\u00e4hrlich und f\u00fcr die Frauen verderblich\u201c. Die Definition des Staates als m\u00e4nnliches Wesen wurde dabei von der Vorstellung flankiert, dass alleine durch den Akt der Wahl, also durch die Aus\u00fcbung der staatsb\u00fcrgerlichen Rechte, entweder die Frauen oder der gesamte Staat zu Schaden kommen k\u00f6nnten. So polemisierte zum Beispiel der Bund zur Bek\u00e4mpfung der Frauenemanzipation gegen die Bestrebungen, das Frauenwahlrecht einzuf\u00fchren, mit dem Argument, das Staatsleben w\u00fcrde auf einer \u201enat\u00fcrlichen\u201c Arbeitsteilung der Geschlechter aufgebaut sein. In den Worten des Bundes: \u201eDie menschliche Kultur, wie wir sie heute haben, beruht auf der naturgem\u00e4\u00dfen Arbeitsteilung, nach welcher die M\u00e4nner in Gemeinde und Staat, die Frauen in Haus und Familie die verantwortliche Arbeit leisten. Die Mannweiber, die das Frauenstimmrecht fordern, werden unsere Kultur zu einer Suffragettenkultur degradieren.\u201c<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"219\" src=\"https:\/\/www.demokratie-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Frauen-gruendeten-Altenheime-undresize.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3211\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Aus diesen \u00c4u\u00dferungen und der Tatsache, dass Frauen bis 1919 sowohl vom aktiven als auch vom pas\u00adsi\u00adven Wahlrecht auf allen politischen Ebenen (fast g\u00e4nzlich) ausgeschlossen waren, wird h\u00e4ufig ge\u00adschlos\u00adsen, dass Frauen generell an einer politischen Partizipation nicht teilnehmen konnten. In der Literatur ist dann zu lesen: \u201eIm Gegensatz zu M\u00e4nnern, die auch bei geringem Verdienst zumindest an den Reichs- und Landtagswahlen teilnehmen konnten, waren Frauen von der politischen Partizipation bis zum Ende des Kaiserreichs g\u00e4nzlich ausgeschlossen. Sie besa\u00dfen weder das kommunale noch das nationale Wahlrecht.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Oder ein anderer Autor:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eZumeist blieben Frauen vom st\u00e4dtischen B\u00fcrgerrecht ausgeschlossen (&#8230;). Hier (im Ausschluss der Frauen vom aktiven Wahlrecht; K.W.) zeigt sich die partielle Exklusion der Frauen aus dem b\u00fcrgerlichen Klassenverband in aller Sch\u00e4rfe: Frauen galten als politisch unm\u00fcndig, sie wurden deshalb von der st\u00e4dtischen Selbstverwaltung ausgeschlossen.\u201c Auf der rein faktischen Ebene beschreibt dies korrekt den Ausschluss von Frauen vom Akt des W\u00e4hlens. Aber ist denn die Wahl die einzige M\u00f6glichkeit Politik zu gestalten?<\/p>\n\n\n\n<p>Zweifel d\u00fcrfen angemeldet werden, denn es zeigt sich bei der Untersuchung zeitgen\u00f6ssischer Stadtchroniken, dass ein Engagement von vor allem b\u00fcrgerlichen Frauen im Kaiserreich durchaus aufzufinden ist. Es sind vor allem die vielthematischen Frauenvereine, die hier in den Fokus geraten. Sie gr\u00fcn\u00adde\u00adten Altenheime und Kinderg\u00e4rten, stifteten Kran\u00adken\u00adh\u00e4u\u00adser, betrieben Lesehallen und Mittagstische \u2013 alles Unternehmungen, die als praktische Kommu\u00adnal\u00adpo\u00adlitik gewertet werden k\u00f6nnen. Was also passierte in den Kommunen des 19. Jahrhunderts genau, und warum engagierte sich vor allem die b\u00fcrgerliche Frauenbewegung so dauerhaft im st\u00e4dtischen Raum?<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Worum geht es in der Kommune?<\/h3>\n\n\n\n<p>Um diese Fragen beantworten zu k\u00f6nnen, muss erst einmal gekl\u00e4rt werden, was unter Kommunalpolitik um 1900 zu verstehen ist. Folgt man den zeitgen\u00f6ssischen Diskussionen, so findet sich in den g\u00e4ngigen Lexika und politischen Handb\u00fcchern keine feste und klar umrissene Definition. Das, was im 19. Jahrhundert im Zentrum der Aufmerksamkeit und der Diskussionen stand, bezog sich auf die kommunale Selbstverwaltung, verstanden als die Aktionen und Interaktionen der st\u00e4dtischen Verwaltungsorgane. Diese kommunale Selbstverwaltung war im gesamten 19. Jahrhundert einem starken Wandel ausgesetzt und ver\u00e4nderte sich vor allem in der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts massiv. Aus dieser Selbstverwaltung waren Frauen \u2013 qua Geschlecht \u2013 komplett ausgeschlossen. Weitet man aber den Blick und nimmt \u201einstitutionell weniger verfestigte Partizipationsformen\u201c in den Blick, ergibt sich ein radikaler Perspektivwechsel, \u201eeine andere Auffassung von Politik und politischem Handeln und eine Umkehr der \u201eRelevanzhierarchie\u201c der historischen Forschung\u201c. Wie das konkret aussieht, welche Folgen das kommunalpolitische Engagement der b\u00fcrgerlichen Frauenbewegung hatte und wie dieses in das Politikverst\u00e4ndnis der Frauenbewegung einge\u00adbet\u00adtet war, m\u00f6chte ich am Beispiel des Casseler Frauenbildungs\u00advereins (CFBV) und seiner Schulpolitik aufzeigen \u2013 ein unbestreitbar wichtiges kommunalpolitisches Thema.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der CFBV und seine Schulpolitik<\/h3>\n\n\n\n<p>Der CFBV gr\u00fcndete sich 1870, anl\u00e4sslich der Generalversammlung des Allgemeinen deutschen Frauen\u00adver\u00adeins (ADF), der sich als Dachorganisation der entstehenden Frauenbildungsvereine verstand. Das selbst\u00adgesteckte Ziel des Vereins war es, die Bildungssituation von jungen Frauen und M\u00e4dchen vorzugsweise der b\u00fcrgerlichen St\u00e4nde in der Stadt zu verbessern, um diesen eine eigenst\u00e4ndige Erwerbsarbeit zu erm\u00f6glichen. Hintergrund war eine zunehmende Frauenarmut der b\u00fcrgerlichen Schichten, die sich aus der starken Ver\u00e4nderung der Familienstrukturen durch die Industrialisierung ergab. Mit diesem CFBV, der in den n\u00e4chsten Jahren eine Reihe von Bildungsein\u00adrich\u00adtun\u00adgen f\u00fcr M\u00e4dchen und Frauen gr\u00fcndete, setzte in der Stadt eine Entwicklung ein, die die schulischen und au\u00dferschulischen Ausbildungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Frau\u00aden massiv verbesserte. Der CFBV, unter seiner langj\u00e4hrigen Vorsitzenden Marie Calm wuchs in den ersten Jahren stark an und hatte um die Jahrhundertwende etwa 350 Mitglieder. Als seine Aufgabe sah er es an,<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eden Frauen Gelegenheit (zu; K.W.) bieten, sich f\u00fcr einen Lebensberuf t\u00fcchtig zu machen, um die notwendige wirtschaftliche Selbst\u00e4ndigkeit zu erlangen, die zur inneren Selbst\u00e4ndigkeit, zur Ausgestaltung der eigenen Pers\u00f6nlichkeit die notwendige Grundlage bietet.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der CFBV gr\u00fcndete bereits in seinem Entstehungsjahr 1870 eine Fachschule f\u00fcr confirmierte M\u00e4dchen. Daf\u00fcr arbeitete der Verein eng mit der Stadt Kassel, dem Kommunallandtag (Vorg\u00e4nger des LWV, zust\u00e4ndig f\u00fcr Schulen, F\u00fcrsorge etc.; K.W.) und der \u201ek\u00f6niglichen Regierung\u201c zusammen. Finanziert wurde die Schule durch Schulgeld, Zusch\u00fcsse des Vereins und eine j\u00e4hrliche finanzielle Unterst\u00fctzung der Stadt. Die Berichte des CFBV, die f\u00fcr den gesamten Zeitraum der Schultr\u00e4gerschaft vorliegen, vermitteln das Bild einer harmonischen und produktiven Zusammenarbeit mit allen zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden.<\/p>\n\n\n\n<p>In den Jahrzehnten des Bestehens des Vereins baute dieser in Kassel eine Schule mit diversen Ausbildungszweigen und einen Kinderhort auf, die alle zu Beginn der Weimarer Republik in die Tr\u00e4gerschaft der Stadt \u00fcbernommen wurden \u2013 die weiterbildende Schule existiert bis heute. Mit seinem Ansatz verfolgte der CFBV ein dezidiert emanzipatorisches Ziel, n\u00e4mlich das Selbstst\u00e4ndigwerden junger Frauen in einem Beruf, sei es als Lehrerin, kaufm\u00e4nnische Angestellte oder als verheiratete Ehefrau und Mutter, die es dank ihrer guten Ausbildung verstand, ihren Beruf auszuf\u00fcllen und zu meistern.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Auf- und Ausbau des Wohlfahrtsstaates<\/h3>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"136\" src=\"https:\/\/www.demokratie-geschichte.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Die-kommunale-Arbeit-sollte-langsamresize.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3212\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Aber, dem CFBV als Zweig der b\u00fcrgerlichen Frauenbewegung ging es nicht alleine um die Verbesserung der schulischen Situation von Frauen und M\u00e4dchen. Mit dieser Schulgr\u00fcndung mischte sich der Verein aktiv in den Ausbau der Kommune ein, indem er eine Institution schuf, die die Stadt fit f\u00fcr das 20. Jahrhundert machte. Und dies geschah nicht nur in Kassel! Die ADF-Aktivistinnen, von denen es hunderte in fast allen St\u00e4dten des Kaiserreichs gab, nahmen selbstbewusst und selbstverst\u00e4ndlich ihre Rolle als B\u00fcrgerinnen in der Kommune an und schufen ein auf Frauen ausgerichtetes F\u00fcrsorgenetz, welches sie in den allgemeinen Ausbau der sozialen Infrastruktur der St\u00e4dte integrierten. Sie nutzten damit die M\u00f6glich\u00adkei\u00adten, die in den 1870er und 1880er Jahren im Aufbau der Stadtgemeinden lag und beeinflussten diese in ihrem Sinne. Die theoretische Forderung der Berufs- und Ausbildungsfreiheit f\u00fcr das weibliche Geschlecht wurde so praktisch umgesetzt und gleichzeitig auch der Platz der B\u00fcrgerin in der Kommune selbstbewusst besetzt. Die Schulgr\u00fcndungen der Frauenbildungsvereine stellten in den 1870er Jahren einen entscheidenden Modernisierungsschub des M\u00e4dchenschulsystems dar; ein Schub, der nicht von st\u00e4dtischer oder staatlicher Seite aus erfolgte, sondern \u201eprivat\u201c \u2013 aus der Vereinst\u00e4tigkeit der Frauenbildungsvereine. Sp\u00e4testens zu Beginn der Weimarer Republik konnten dann die St\u00e4dte gut funktionierende Schulinfrastrukturen f\u00fcr M\u00e4dchen \u00fcbernehmen, die sie selber nicht aufgebaut hatten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die hier sichtbar werdende aktive kommunale Aufbauarbeit ist Teil der st\u00e4dtischen Politik. Diese Form der politischen Partizipation entstand in einer gesamtgesellschaftlichen Phase der \u201eFundamentalpolitisierung\u201c, verstanden als eine zunehmende politische Partizipation aller Bev\u00f6lkerungsgruppen, die in Vereinen, in den Medien und in \u00f6ffentlichen Versammlungen politische Fragen diskutierten und in Eigeninitiative L\u00f6sungen f\u00fcr gesamtgesellschaftliche Probleme suchten. Kirsten Heinsohn hat darauf hingewiesen, dass dieser Prozesse nicht nur den m\u00e4nnlichen Teil der Bev\u00f6lkerung erfasste, sondern auch den weiblichen. Der Aufbau kommunaler Strukturen, die die ADF-Ortsgruppen in den 1870er und 1880er Jahren leisteten, sind damit als eine spezifische weibliche Form der Beteiligung am politischen Ausbau der b\u00fcrgerlichen Gesellschaft zu verstehen, als Ausdruck der Fundamentalpolitisierung von B\u00fcrgerinnen, die damit nicht nur Nutznie\u00dferinnen dieses Prozesses wurden, sondern ihn auch zugleich weiter anfeuerten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Was sollte erreicht werden \u2013 und was wurde erreicht?<\/h3>\n\n\n\n<p>Integriert war dieses Engagement der Frauenbildungsvereine in die Idee der b\u00fcrgerlich-gem\u00e4\u00dfigten Richtung der Frauenbewegung, ein b\u00fcrgerschaftliches Engagement in der Kommune w\u00fcrde den Weg bereiten, f\u00fcr die Anerkennung als vollumf\u00e4ngliche Staatsb\u00fcrgerinnen. Hier machte sich die Frauenbewegung die Vorstellungen liberaler Staatstheoretiker zunutze, die davon ausgingen, dass die kommunale Arbeit langsam aber sicher auch die Staatsspitze und die Politik des Staates ver\u00e4ndern w\u00fcrden, denn alle Glieder eines Staates \u2013 so Hugo Preuss in den 1880er Jahren \u2013 seien wesensgleich und unterschieden sich lediglich in der Gr\u00f6\u00dfe. Das hei\u00dft, dass alle Staatsebenen mit grunds\u00e4tzlich gleichen Rechten, Pflichten und Funktionen versehen waren. Alles was also auf der Gemeindeebene passierte, setze sich zwangsl\u00e4ufig auch auf der n\u00e4chsth\u00f6heren Ebene fort, so lange bis diese Entwicklung auch die Staatsspitze ergriffen hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Idee nutzte die b\u00fcrgerliche Frauenbewegung nun f\u00fcr ihre eigene Arbeit. Sie nahm an, dass sie durch eine aktive Mitarbeit in der Kommune den langen Weg hin zur vollen staatsb\u00fcrgerlichen Anerkennung von Frauen gehen k\u00f6nne. Die Kommune wurde damit zu dem Ort, an dem die Frauenbewegung ganz praktisch \u201ebewies\u201c, dass es sinnvoll ist, auch Frauen als Staatsb\u00fcrgerinnen einzusetzen. Dies w\u00e4re auch deshalb dringend notwendig \u2013 so die b\u00fcrgerliche Frauenbewegung \u2013, weil die bisherige Gesellschaft, durch die einseitige Bevorzugung des M\u00e4nnlichen, eine rein m\u00e4nnliche Gesellschaft sei \u2013 und keine menschliche. Wenn dies ver\u00e4ndert werden solle, m\u00fcssten Frauen ihren spezifischen Anteil beim Auf- und Ausbau der Gesellschaft einbringen d\u00fcrfen, denn nur Frauen seien in der Lage, die Gesellschaft \u201eweiblicher\u201c zu machen. Aus der Zusammenarbeit von M\u00e4nnern und Frauen k\u00f6nne dann eine wahrhaft menschliche Gesellschaft entstehen. Beginnen sollte dieser Prozess in der Kommune, die damit zu einem politischen Utopieraum wurde, indem die in ihrem Rahmen geleistete emanzipatorische Arbeit langsam auf den Staat \u00fcbergehe und diesen dadurch ver\u00e4ndere. Das kommunalpolitische Engagement der b\u00fcrgerlichen Frauenbewegung ist also ein Ringen um die Gew\u00e4hrung vollumf\u00e4nglicher Staatsb\u00fcrgerinnenrechte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><em>\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013<\/em> <em>Die kommunale Arbeit sollte langsam aber sicher auch die Staatsspitze und die Politik des Staates ver\u00e4ndern.<\/em><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>Neuere Forschungsarbeiten weisen darauf hin, dass ein \u201eNebeneffekt\u201c dieses kommunalpolitischen Engagements der b\u00fcrgerlichen Frauenbewegung darin bestand, dass der sich im Aufbau befindliche Wohlfahrtsstaat einen kr\u00e4ftigen Schub erhielt. Schulen, Krankenh\u00e4user, Altenheime und Kinderg\u00e4rten wurden durch die Frauenbewegung ebenso gegr\u00fcndet wie Erholungsheime, Leses\u00e4le oder Volksk\u00fcchen. Diese Einrichtungen, die in vielen F\u00e4llen zu Beginn der Weimarer Republik in staatliche H\u00e4nde \u00fcbergingen, sind als Elemente eines erstarkenden Wohlfahrtsstaates zu verstehen. Die Aktivistinnen der Frauenbewegung bauten dabei soziale, karitative und auf das weibliche Leben ausgerichtete F\u00fcrsorgeeinrichtungen auf und erg\u00e4nzten damit den als m\u00e4nnlich gedachten Staat. So verstanden ist die kommunalpolitische Arbeit der Frauenbewegung sowohl ein emanzipativer Abschnitt auf dem Weg zur Anerkennung der Staatsb\u00fcrgerschaft der Frau als auch ein Engagement f\u00fcr den Wohlfahrtsstaat des 19. und 20. Jahrhunderts \u2013 speziell f\u00fcr weibliche Belange. Es zeigt sich damit \u00fcberdeutlich, dass sich die aktive Stadtb\u00fcrgerin bereits im 19. Jahrhunderts aufgemacht hatte, ihre Gemeinde zu ver\u00e4ndern \u2013 und das auch ohne Wahlrecht! <strong><br><\/strong><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Literatur:<\/h4>\n\n\n\n<p>Heinsohn, Kirsten, Ambivalente Entwicklungen. 150 Jahre Frauenbewegung, Politik und Parteien, in: Ariadne, 67\/68 (2015), 40\u201349<\/p>\n\n\n\n<p>Richter, Hedwig\/Kerstin Wolff (Hg.), Frauenwahlrecht. Demokratisierung der Demokratie in Deutschland und Europa,<br>Hamburg 2018<\/p>\n\n\n\n<p>Wolff, Kerstin, Unsere Stimme z\u00e4hlt. Die Geschichte des deutschen Frauenwahlrechts, \u00dcberlingen 2018<\/p>\n\n\n\n<p>Wolff, Kerstin, Stadtm\u00fctter. B\u00fcrgerliche Frauen und ihr Einfluss auf die Kommunalpolitik im 19. Jahrhundert (1860\u20131900),<br>K\u00f6nigstein\/Taunus 2003<\/p>\n\n\n\n<p>Wolff, Kerstin, \u201e&#8230; und frage vergebens nach den M\u00fcttern in der Stadt.\u201c \u00dcberlegungen zu weiblichen und m\u00e4nnlichen Zug\u00e4ngen zur b\u00fcrgerlichen Kommunalpolitik, in: Jahrbuch zur Liberalismusforschung, 14 (2002), 41\u201369<br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kerstin Wolff Dass Politik und Staatsleben im 19. Jahrhundert eine rein m\u00e4nnliche Angelegenheit waren, betonen nicht nur heutige Historiker und Historikerinnen. Auch Zeitgenossen fanden klare Worte, um die Beziehung von Frauen zum Staat bzw. zur Politik zu beschreiben. 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